Unfassbare Studie: So viele Menschen wie noch nie arbeiten so wenig wie noch nie
Ein Beitrag von
„In Deutschland wird so viel gearbeitet wie noch nie“, lautet die Überschrift einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Demnach haben die Arbeitnehmer 2023 rund 55 Milliarden Arbeitsstunden verrichtet.
Die innere Wahrheit dieser Zahl ist jedoch: In Deutschland haben so viele Menschen wie noch nie so wenig gearbeitet wie noch nie.
Die Pro-Kopf-Arbeitszeit ist nämlich auf ein Allzeit-Tief von 34,7 Stunden pro Woche gesunken. Da aber zeitgleich noch nie so viele Menschen wie derzeit in Deutschland eine Anstellung hatten – erstmals 46 Millionen – entsteht insgesamt das Zerrbild des Arbeits-Rekords in Deutschland.

Die Gesamtarbeitszeit steigt, die Pro-Kopf-Arbeitszeit sinkt.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR).
Die Pro-Kopf-Arbeitszeit geht im Mittel zurück, obwohl Frauen inzwischen eine deutlich größere Rolle auf dem Arbeitsmarkt spielen. Zwischen 1991 und 2022 ist der Anteil der Frauen mit einem Job um 16 Prozentpunkte auf 73 Prozent gestiegen: „Seit der Wiedervereinigung hat die Erwerbsbeteiligung von Frauen deutlich zugenommen. Gerade Mütter würden aber häufig gern ihre Arbeitszeit ausweiten – ihr enormes Potenzial für den Arbeitsmarkt bleibt oft ungenutzt“, erklärt Studien-Autor Mattis Beckmannshagen.

Frauen arbeiten im Schnitt weniger Wochenstunden als Männer und viel häufiger in Teilzeit. Dafür ist die Wochenarbeitszeit von Frauen seit 2011 etwa konstant. Ihre durchschnittliche Arbeitszeit ist seit 2011 konstant, während die der Männer kontinuierlich sinkt. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit aller Beschäftigten weist daher einen abnehmenden Trend auf.
DIW empfiehlt: Potenziale unterbeschäftigter Frauen nutzen
Die DIW-Analyse zeigt aber auch, dass Frauen immer noch deutlich mehr Zeit für Kinderbetreuung und Hausarbeit aufwenden als Männer. Bei der Erwerbsarbeit ist es nach wie vor genau umgekehrt – Frauen arbeiten durchschnittlich etwa 33 Stunden, Männer hingegen 40 Stunden.
Hier setzt eine der Politikempfehlungen der DIW-Forschenden an: „Um dem Fachkräftebedarf zu begegnen, sollten das Arbeitsmarktpotenzial von Frauen besser genutzt und Fehlanreize behoben werden“, befindet Annika Sperling, Studienautorin und studentische Mitarbeiterin im SOEP.
Mehr NIUS: SPD und Grüne haben für fleißige Arbeiter nur Hohn und Spott übrig
Mehr NIUS:
Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Brudermüller: „Die Situation in Deutschland ist viel ernster, als die meisten denken“
Bier seit 1627: Braunschweiger Traditionsbrauerei Wolters stellt Insolvenzantrag
Deutsche sparen vor allem bei Kleidung und Restaurantbesuchen
VW zieht Stellen-Kahlschlag durch: 50.000 Jobs sollen weg
Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Wer einen limitierten Ferrari will, muss zuerst das E-Auto kaufen
Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
Immer teurer: Für viele stirbt der Traum vom Eigenheim
Mehr NIUS:
VW zieht Stellen-Kahlschlag durch: 50.000 Jobs sollen weg
Kredit-Poker: 12.000 Galeria-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Wer einen limitierten Ferrari will, muss zuerst das E-Auto kaufen
Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
Immer teurer: Für viele stirbt der Traum vom Eigenheim
Wird Werbung für Fleischprodukte bald verboten?
SpaceX ist fast so viel wert wie der gesamte DAX
Wirtschaftsrat-Boss warnt: Bundesregierung droht auf dem harten Eis der neuen Zeit auszurutschen
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare