US- und China-Ausfuhren brechen massiv ein: Deutsche Wirtschaft in Sorge um Export-Vormachtstellung
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Neue Schreckensmeldungen aus der deutschen Wirtschaft: Die Exporte zu den wichtigsten Handelspartnern brechen drastisch ein.
Gegenüber dem Vorjahr wurden 12,7 Prozent weniger Exporte nach China und 9,9 Prozent weniger Exporte in die USA verzeichnet. China ist Deutschlands wichtigster Handelspartner, und die USA sind der stärkste Abnehmer von deutschen Produkten. Doch auch in anderen Drittländern brachen die deutschen Exporte massiv ein.
Deutschland ist traditionell eine Exportnation
Seit dem späten 19. Jahrhundert ist Deutschland – mit Unterbrechungen durch die Weltkriege – eine starke Exportnation gewesen. Dies war verbunden mit der Stellung als eine der führenden Industrienationen der Welt. Mit der deutschen Wirtschaft wurden eine starke industrielle Basis, innovative Technologien und qualitativ hochwertige Produkte verbunden.
Doch nun stellt sich die Frage, ob Deutschland noch eine starke Exportnation bleiben wird, wenn immer weniger in Deutschland produziert wird.
Exporte in Drittstaaten sinken auf breiter Front
Das Statistische Bundesamt teilte diese Woche mit, dass die Exporte in Nicht-EU-Staaten gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Prozent zurückgegangen sind. Dabei sind die drastischen Exportrückgänge nach China und in die USA noch nicht einmal die schlechtesten Werte:
In die Schweiz wurde innerhalb eines Jahres über 20 Prozent weniger exportiert, in die Türkei 18,7 Prozent weniger, nach Japan ebenso 18,7 Prozent weniger, nach Australien 14,1 Prozent weniger und nach Indien 12,9 Prozent weniger. Übertroffen werden diese Werte nur noch mit den Verlusten aus dem Russland-Geschäft. Die Exporte nach Russland sanken um 32,3 Prozent.
Die deutsche Exportwirtschaft wurde lediglich aus zwei Ländern gestützt: Die Briten importierten 19,7 Prozent mehr als im Vorjahr und die Mexikaner steigerten ihre Importe aus Deutschland um 15,8 Prozent. In der Gesamtschau sind dies aber nur Tropfen auf den heißen Stein.
Noch drastischer ist, dass die Exporte von November 2023 bis Dezember 2023 nach Bereinigungen für Saison und Kalender um 4 Prozent zurückgegangen sind. Die Entwicklung hat sich also zuletzt sogar noch beschleunigt und nicht verlangsamt.
Nach Betrachtung der Inflation ist die Entwicklung noch schlimmer
Die zuvor genannten Zahlen betrachten nur die Exportumsätze, blicken wir jedoch auf die Exportmenge, dann wird das Bild noch schlimmer.
Seit Januar 2020 sind die Exporte der deutschen Wirtschaft in Nicht-EU-Staaten laut Angaben des Statistischen Bundesamtes von 52,1 Milliarden Euro auf 57,2 Milliarden Euro gestiegen. Also eine Steigerung um 9,8 Prozent.

Blicken wir jedoch auf die Preisentwicklung, dann stellen wir fest, dass im selben Zeitraum die Exportpreise um knapp 20 Prozent gestiegen sind.

Das bedeutet, dass der reale Export von Gütern in den letzten 4 Jahren noch stärker zurückgegangen ist.
Das kann auch kaum verwundern, wenn wir uns anschauen, wie sich das produzierende Gewerbe in Deutschland in den letzten Jahren entwickelt hat. Die Deindustrialisierung Deutschlands bedeutet natürlich auch, dass von der Exportnation Deutschland immer weniger übrig bleiben wird.
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