Wachstum, Jobs, Wohlstand: Die Horror-Prognosen für die deutsche Wirtschaft
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Die schlechten Nachrichten über den Zustand der deutschen Wirtschaft reißen nicht ab. Allein in dieser Woche korrigierten zwei Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen für die deutsche Wirtschaft nach unten.
Das Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) erwartet nun für 2024 nur noch ein Wachstum von 0,1 Prozent (vorherige Prognose: + 0,9 Prozent) und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht die deutsche Wirtschaft über das Jahr 2024 insgesamt sogar am Schrumpfen (zuvor + 0,6 Prozent). Also selbst das DIW, dem Prof. Marcel Fratzscher vorsteht, der noch im August mit Blick auf die Wirtschaftslage von „Schlechtreden“ und „mentaler Depression“ sprach, erkennt nun offensichtlich an, dass es schlecht um die deutsche Wirtschaft steht.

Selbst Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und Lieblings-Ökonom der Regierung, erkennt langsam an, dass es schlecht um die deutsche Wirtschaft steht.
Wertschöpfung pro Kopf sinkt!
Wie sehr Deutschland strukturell in einer Krise ist, zeigt der Vergleich der prognostizierten Wertschöpfung. Im Jahr 2025 soll in Deutschland nur eine um 2 Prozent höhere Wirtschaftsleistung erzielt werden als im Jahr 2019. Wenn wir dabei noch bedenken, dass in diesen 6 Jahren mehrere Millionen Menschen nach Deutschland eingewandert sein werden, dann sehen wir, dass die Wertschöpfung pro Kopf in Deutschland sinkt.
Auch der internationale Vergleich zeigt diese strukturellen Probleme ganz eindeutig. Während die Weltwirtschaft stabil wächst, sinkt die Wertschöpfung in Deutschland. Normalerweise würde man vermuten, dass ein Land mit starkem Zuzug wirtschaftlich davon profitieren würde. Doch die Art der Migration nach Deutschland scheint mehr Probleme als wirtschaftlichen Nutzen zu bringen.
Arbeitslosigkeit steigt trotz steigender Beschäftigungszahlen
Die Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland steigt, das offenbart aber nicht die ganze Wahrheit. Ein Großteil der steigenden Erwerbstätigenzahlen geht auf den Teilzeitbereich zurück. Drei von zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit weniger als die normalerweise übliche, beziehungsweise tariflich festgelegte Arbeitszeit. Die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung lag im Dezember nur um 0,1 Prozent höher als im Vorjahr. Seit mehreren Quartalen sinkt zudem die Anzahl der Selbstständigen in Deutschland.
Diese Effekte – bei steigender Einwohnerzahl – führen dazu, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland steigt. Die Arbeitslosenquote in Deutschland wurde für Februar mit 6,1 Prozent angegeben. 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der stärkste Anstieg der Arbeitslosigkeit wurde in Bayern mit +0,8 Prozent gemeldet (trotzdem hat Bayern noch die niedrigste Arbeitslosigkeit in ganz Deutschland).
Sinkende Produktivität wirkt zusätzlich auf das Wohlstandsniveau
Eine Kennziffer zeigt die deutschen Probleme besonders eindrucksvoll auf: Die Produktivität in Deutschland sinkt. Laut Angaben des IfW sank diese pro Stunde im Jahr 2023 um 0,7 Prozent und auch im Jahr 2024 soll sie um 0,7 Prozent sinken. Wenn man dann noch bedenkt, dass der Trend ohnehin dahin geht, weniger als in der Vergangenheit zu arbeiten, kann einen die gesamte Entwicklung kaum verwundern.

Deutsche Produktivität nach Angaben der Deutschen Bundesbank
Im Langfrist-Chart zeigt sich, dass die deutsche Produktivität heute auf dem Stand von 2006 und um knapp 10 Prozent niedriger als Ende 2017 liegt.
Es kommt also nicht von ungefähr, dass die Deutschen ihren Wohlstand schwinden sehen. Ein Land, das unproduktiver wird, wird auf Dauer auch ärmer werden. Die Produktivität ist ein entscheidender Faktor für das Wohlstandsniveau eines Landes.
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