Wenn die Sonne nicht scheint, verursacht deutscher Strom 15 Mal so viel CO2 wie französischer
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Deutschland ist bewölkt – und kommt die Sonne nicht durch, können die Millionen Solar-Anlagen im Land nicht unter Volllast Strom ernten. Ist dann auch noch, wie am heutigen Freitag und in den vergangenen Tagen, der Wind eher schwach, ist Deutschland beim CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde Strom auch im Sommer plötzlich ziemlich weit hinten dran.
Während die Franzosen mit rund zwei Dritteln Kernenergie im Strommix weniger als 30 Gramm CO2 pro Kilowattstunde in die Atmosphäre abgaben, liegt Deutschland derzeit bis zu 15 Mal so hoch (300-400 Gramm). Der Abstand zu den skandinavischen Ländern ist noch deutlicher. Die Daten stammen von der Datenplattform „Electricity Maps“.

In Deutschland wurden pro Kilowattstunde Strom am Donnerstag 411 Gramm CO2 ausgestoßen.

In Frankreich sind es nur 28 Gramm.
Nur Tschechien und Polen produzieren an solchen Sommertagen mit schlechtem Wetter noch schmutziger als Deutschland – trotz der Milliarden-Investitionen in die sogenannte Energiewende. Im Winter sieht die Strombilanz Deutschlands noch deutlich dreckiger aus.
Um diese Phasen, in denen Wind und Sonne wenig bis gar keinen Strom liefern, zu überbrücken, will die Ampel-Regierung neue Gaskraftwerke bauen lassen, die irgendwann mit klimaneutralem Wasserstoff betrieben werden können. Derzeit füllen meist Kohlekraftwerke die Strom-Lücken auf. Zur Finanzierung der Gaskraftwerke wird aber wohl ein weiterer Aufschlag auf den Strompreis nötig werden.
Wie hoch der Strompreis-Aufschlag ausfallen wird, ist noch unklar, es dürfte sich um eine „kleine Nachkommastelle“ handeln, berichtet die FAZ. Aber: Auch „Nachkommastellen“ summieren sich bei einer vierköpfigen Familie mit einem Jahresstromverbrauch von 5000 Kilowattstunden schnell auf 30, 40 oder 50 Euro und mehr – zumal der Strompreis ohnehin bereits zu 27 Prozent aus Steuern und Umlagen besteht.
Mehr NIUS: Wind und Sonne schicken die nächste Rechnung: Ampel plant weiteren Strompreis-Aufschlag
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