Wirtschaftsministerium besorgt über VW-Produktionsstopp: „Deutsche Firmen vom chinesischen Exportstopp erheblich betroffen“
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Wegen eines Chip-Engpasses stehen ab kommender Woche die Montagelinien für den VW Golf im Stammwerk Wolfsburg still, NIUS berichtete. Hintergrund ist ein Wirtschaftskrieg zwischen den Niederlanden, den USA und China. Die chinesische Seite blockiert nun die für den niederländischen Chiphersteller Nexperia wichtigen Materiallieferungen.
Auf Anfrage von NIUS teilt das von Katherina Reiche (CDU) geführte Bundeswirtschaftsministerium mit, man beobachte die „Situation mit Sorge, insbesondere im Hinblick auf mögliche Lieferkettenprobleme für die deutsche Industrie“. Das Ministerium stehe hierzu in engem Austausch mit den niederländischen und weiteren europäischen Partnern sowie mit dem VW-Konzern. Denn der Engpass könnte neben der Golf-Linie kurzfristig noch weitere Modell-Produktionen zum Stillstand bringen.
„Erste Rückmeldungen zeigen, dass deutsche Firmen vom chinesischen Exportstopp erheblich betroffen sind. Wir setzen uns gegenüber China für die Interessen der deutschen Abnehmer der nun gesperrten Nexperia-Komponenten auf allen uns zur Verfügung stehenden Kanälen ein“, teilt eine Sprecherin von Reiche gegenüber NIUS mit.
Weiter erklärt das Ministerium: „Mikroelektronik ist von zentraler Bedeutung für die Stabilität unserer Lieferketten und für die wirtschaftliche Sicherheit des Standorts Deutschland.“ Künftig werde man „den Fokus noch stärker auf die Resilienz der Lieferketten legen.“
Kanzleramt: „Sehr kritische Beschränkung des freien Handels“
Das Bundeskanzleramt erklärt gegenüber NIUS, dass man „die Entwicklungen im Bereich chinesischer Exportbeschränkungen gegen Produkte des niederländischen Chipherstellers Nexperia mit großer Sorge zur Kenntnis“ nehme. „Es handelt sich um eine sehr kritische Beschränkung des freien Handels“, sagt ein Merz-Sprecher.
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