Sechsfachmord von Stade: Sylvia S. ist Schwiegermutter von SPD-Migrationsbeauftragtem!
In einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade hat ein 45-jähriger Mann am Montag sechs Mitarbeiter der Jugendhilfe und des Jugendamts erschossen. Nach exklusiven NIUS-Informationen soll Sylvia S. (65) aus Bremen am Steuer des Fluchtwagens gesessen haben. Der Mercedes-Benz GLE Coupé mit fast 400 PS war am 26. Mai 2026, also rund fünf Wochen vor der Tat, auf Sylvia S. umgemeldet worden.
Sylvia S. arbeitet als Familien- und Migrationsberaterin bei einer bundesweiten Lobbyorganisation des Migrationskomplexes. Die Organisation berät zu Themen wie Familiennachzug, Aufenthaltsrecht oder Einbürgerung und versteht sich als Interessenvertretung für migrantische Familien und gegen Rassismus. Brisant: Allein für die Jahre 2025 und 2026 erhielt die Organisation zusammengenommen fast 900.000 Euro Steuergeld aus dem NGO-Bundesprogramm „Demokratie leben!“.
SPD-Politiker legt familiäre Verbindung offen
Der SPD-Landtagsabgeordnete Deniz Kurku hat am Donnerstagnachmittag seine familiäre Verbindung zu Sylvia S. transparent gemacht. Die Fahrerin des Fluchtautos ist die Schwiegermutter des Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe von Niedersachsen. Zuerst hatte der NDR berichtet. Kurku ließ über seinen Anwalt mitteilen, er habe die Beziehung den Ermittlungsbehörden sowie Stellen in seinem beruflichen Umfeld offengelegt. Zugleich betonte der Anwalt, Kurku habe vor der Tat keinerlei Kenntnis von einer möglichen Tat gehabt.

Deniz Kurku (SPD), Niedersächsischer Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe
Die SPD-Fraktion stellte sich am Abend ausdrücklich hinter Kurku. Auch die Landesregierung erklärte, die familiäre Verbindung habe keine unmittelbaren Folgen für sein Ehrenamt.
Laut eigenen Angaben ist Sylvia S. zudem die Patentante des drei Monate alten Babys, um das der Sorgerechtsstreit zwischen der Familie des Täters und den Behörden entbrannte. Bereits Anfang April wurde das Baby zunächst in der Medizinischen Hochschule Hannover und später in einem Kinderkrankenhaus wegen des Verdachts auf ein Schütteltrauma behandelt. Der 45-jährige Vater geriet infolgedessen ins Visier der Ermittler.

Mit diesem Mercedes-SUV wollten der Todesschütze Fatih G. und Sylvia S. flüchten
Brief von Sylvia S. drei Tage vor der Tat
Drei Tage vor der Tat soll Sylvia S. einen Brief an verschiedene Medienhäuser geschrieben haben. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) berichtet, S. habe darin auf einer Länge von rund 20 Seiten Widersprüche, Ungereimtheiten und unzureichende medizinische Dokumentationen kritisiert. Die Verletzungen des drei Monate alten Babys seien nicht durch Schütteln entstanden, sondern durch einen unbeabsichtigten Zusammenstoß im Bett: Der Vater sei im Halbschlaf mit dem Kopf gegen den Kopf des Kindes gestoßen. Es habe sich um einen Unfall gehandelt.
Auch die Eltern des Babys widersprachen den Darstellungen von Ärzten und Behörden. Der Vater und Täter soll sogar versucht haben, eine Notoperation des Kindes per Polizeieinsatz zu verhindern. Die Ärzte erstatteten daraufhin Anzeige gegen ihn wegen aggressiven Verhaltens. Das Jugendamt nahm das Baby schließlich in Obhut. Ein Familiengericht erlaubte später die Rückkehr zur Mutter, allerdings nur in die Einrichtung in Stade und nicht nach Hannover.
Am Montag fand dort das Hilfeplangespräch statt. Sylvia S. fuhr den 45-jährigen Vater zu dem Termin in Stade. Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Mitarbeiter der Jugendhilfe und des Jugendamts flüchteten beide. Die 65-Jährige wurde vorübergehend festgenommen, ist inzwischen aber wieder auf freiem Fuß. Der Schütze sitzt in Untersuchungshaft.
Bedeutung des Familienzusammenhangs
Bei NIUS Live (Freitagsausgabe) ordnete NIUS-Politikchef Ralf Schuler die Bedeutung dieses Familienzusammenhangs ein: „In Deutschland gibt es keine Sippenhaft.“ Eine familiäre Verbindung allein sei nicht strafbar. Aber der Fall werfe ein Schlaglicht auf politische Milieus, in denen Migrationsströme und ihre Folgen zu oft unkritisch betrachtet würden. Schuler sagte: „Was hier passiert, ist, dass der Rechtsstaat relativiert wird.“

NIUS-Politikchef Ralf Schuler
Besonders brisant bleibt die Frage, warum die mutmaßliche Fahrerin des Fluchtwagens offenbar weiter auf freiem Fuß ist. NIUS-Ressortchef Julius Böhm sagte dazu bei NIUS Live: „Jemand, der da unter einer Decke steckt, bitte weg. Einfach weg hinter Schloss und Riegel und vor Gericht und gucken, was dann da rauskommt.“
Schuler forderte in der Sendung eine minutiöse Aufklärung des Mehrfachmords: Warum gab es Fluchthelfer? Welche Rolle spielten NGOs? Und warum bleiben nach dem Sechsfachmord ausgerechnet jene politischen Milieus still, die sonst sofort moralische Großkampagnen starten? Schulers Schlussfolgerung: Wer für eigene Milieus ständig mildernde Umstände sucht, beschädigt das Vertrauen in den Rechtsstaat.
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