Brisante Bahn-Studie! Diese 16 Städte könnten bald vom Fernverkehr der Deutschen Bahn abgehängt werden
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Wie Bild berichtet, könnte der geplante Einstieg des italienischen Bahnunternehmens Italo in den deutschen Markt für Zugkunden außerhalb von Metropolen bittere Folgen haben: Vielen Städten außerhalb der Hauptrouten, so heißt es, droht die Abkopplung vom Fernverkehr.
Das Blatt beruft sich auf eine brisanten Studie, mit der die Bahn-Gewerkschaft EVG untersucht hat, welche Städte zuerst ihre ICE/IC-Anbindung verlieren würden, wenn Italo wie geplant ab 2028 mit 30 Schnellzügen auf zwei deutschen Strecken verkehren sollte. Ergebnis: Bei 16 Bahnhöfen werden wohl keine DB-Schnellzüge mehr halten. Beispielsweise Aachen, Augsburg, Freiburg und Saarbrücken würden nur noch von internationalen Linien angesteuert, die ins Ausland führen. Auch in Trier würde die geplante IC-Anbindung nicht zustandekommen. Viel Zeit, bleibt dabei nicht: Italo verlangt bereits bis Juli eine verbindliche Zusage.

Martin Burkert, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft.
Weniger Geld, um Fernverbindungen querzusubventionieren
Das grundlegende Problem: Die Deutsche Bahn (DB) könnte dann weniger eigene ICE- und IC-Züge auf die hochprofitablen Strecken schicken – und würde damit weniger Geld verdienen, mit dem sie andere Fernverbindungen quersubventionieren könnte. DB-Chefin Evelyn Palla, so berichtet Bild, habe bereits angekündigt, dass der Fernverkehr in ländlicheren Gebieten leiden werde, wenn gewinnbringende Trassen an Konkurrenten vergeben werden.
An diesen Bahnhöfen könnte der Italo-Markteintritt massive Auswirkungen auf den Fernverkehr haben:
- Aachen
- Augsburg
- Bamberg
- Chemnitz
- Cottbus
- Freiburg
- Ingolstadt
- Jena
- Magdeburg
- Münster
- Norddeich Mole
- Osnabrück
- Rostock
- Saarbrücken
- Schwerin
- Singen
- Trier
EVG-Chef Martin Burkert kritisiert gegenüber Bild: „Wenn Italo hier Rosinenpickerei betreiben darf und die Bahn von den Hauptstrecken verdrängt wird, zerlegt das unseren Fernverkehr. Städte werden abgehängt, Wege werden länger.“ Er sieht Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) in der Pflicht: „Der Verkehrsminister darf nicht einfach die Hände in den Schoß legen, sondern muss den Wettbewerb fair gestalten“, so Burkert zu Bild.
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