Gutachten von Prüfinstitut Dekra beweist: Windkraftanlagen in Baiereck erzeugen unzulässigen Brummton
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Neue Schallmessungen des Prüfinstituts Dekra haben im Windpark Königseiche bei Baiereck zu unmittelbaren Konsequenzen geführt: Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass von den beiden Windenergieanlagen tieffrequente Geräusche ausgehen, die an Wohngebäuden die zulässigen Grenzwerte überschreiten.
Die Messungen wurden über einen längeren Zeitraum im Auftrag der Stadt Uhingen durchgeführt. Anders als frühere Untersuchungen, die Auffälligkeiten nur unter bestimmten Wetter- und Windbedingungen festgestellt hatten, dokumentiert das aktuelle Gutachten den Brummton nach Angaben der Stadt bei nahezu allen Windstärken. Damit liegt erstmals eine umfassende Datengrundlage vor, die die Belastung direkt im betroffenen Wohngebiet erfasst.
Nächtliche Abschaltung als Sofortmaßnahme
Auf die Ergebnisse reagierte der Betreiber des Windparks mit einer freiwilligen Einschränkung des Betriebs. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens bleiben die Anlagen derzeit abgeschaltet. Viele Bewohner hatten in den vergangenen Monaten von einem dauerhaft wahrnehmbaren Brummen berichtet, das insbesondere während der Nachtstunden als störend empfunden werde.

Der Betreiber Uhl Windkraft wirbt auf seiner Seite für den Windpark Königseiche.
Fall könnte Signalwirkung haben
Tieffrequente Geräusche von Windkraftanlagen sind bundesweit immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Die Dekra-Messungen haben auch deshalb große Aussagekraft, weil sie über einen langen Zeitraum hinweg direkt an den betroffenen Wohnhäusern durchgeführt wurden. Die Messungen könnten Auswirkungen auf künftige Genehmigungsverfahren und die Bewertung von Schallimmissionen bei Windkraftprojekten haben.
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