Neues Ranking entlarvt bundesweites Abschiebe-Versagen
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Nur knapp 29.000 ausreisepflichtige Migranten sind zwischen Januar 2025 und Mai 2026 aus Deutschland abgeschoben oder zurückgeschoben worden. Gleichzeitig leben weiterhin mehr als 230.000 ausreisepflichtige Personen im Land. Neue Zahlen des Bundesinnenministeriums sowie Berechnungen von Bild zeigen deutlich, wie konsequent (oder eben nicht) die einzelnen Bundesländer bei Abschiebungen vorgehen.
Spitzenreiter ist das Saarland mit einer Quote von 13,5 Prozent, dicht gefolgt von Hessen (13,4 Prozent) und Bayern (13,3 Prozent). In Hessen verweist Innenminister Roman Poseck (CDU) gegenüber Bild auf eine konsequente Rückführungspolitik: „Hessen steht weit vorn bei Abschiebungen. Das ist kein Zufall. Wir machen Druck und kümmern uns um jeden einzelnen Fall. Klar ist: Wer ausreisepflichtig ist, muss unser Land auch wieder verlassen.“
Besonders beeindruckend sehen die absoluten Zahlen in Posecks Bundesland allerdings auch nicht aus: Ende 2024 waren in Hessen 12.678 Migranten ausreisepflichtig, abgeschoben wurden laut Bild 1698.

Abschiebung vom Flughafen Leipzig/Halle im Juni dieses Jahres
„Freiwillige Ausreisen“ haben nicht funktioniert
Am Ende der Tabelle stehen Niedersachsen (5,8 Prozent), Bremen (2,5 Prozent) und Brandenburg (2,1 Prozent).
Das Schlusslicht Brandenburg wurde im maßgeblichen Zeitraum von einer Koalition aus SPD und BSW regiert, Innenminister war René Wilke (parteilos, von der SPD nominiert). Die Landesregierung setzte nach eigenen Angaben vorrangig auf freiwillige Ausreisen und Integration, Abschiebungen galten als letztes Mittel. Von den 7.810 Ende 2024 ausreisepflichtigen Personen wurden im Laufe des Jahres lediglich 166 abgeschoben. Anders ausgedrückt: Während in Brandenburg nur etwa jeder 47. Ausreisepflichtige das Land verlassen musste, war es im Saarland, in Hessen und in Bayern nahezu jeder Siebte.

So sieht das gesamte Abschiebe-Ranking, basierend auf aktuellen Zahlen von Bundesinnenministerium und Bild, aus.
Insgesamt wurden 2025 nach Angaben des BMI 21.438 Abschiebungen vollzogen. Gleichzeitig registrierte die Bundespolizei laut Bild 62.526 unerlaubte Einreisen, 111.814 Menschen stellten einen Asylantrag. Nach Angaben der Behörden scheitern viele Abschiebungen daran, dass die Länder ausreisepflichtige Personen nicht an die Bundespolizei übergeben oder Rückführungen noch vor dem Vollzug wieder abbrechen.
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