Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
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Die Linke (ehemals SED) hat eine neue Doppelspitze: Neben der bisherigen Co-Vorsitzenden Ines Schwerdtner wählte ein Parteitag in Potsdam den Bundestagsabgeordneten Luigi Pantisano. Der 46-Jährige erzielte mit nur gut 53 Prozent ohne Gegenkandidaten allerdings ein schwaches Ergebnis. Seinen neuen Posten nutzte der Politiker gleich, um die CDU mit Faschisten gleichzusetzen.
Gegenüber Bild sagte der neugewählte Parteichef:
„Letztlich gibt es auch gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, und der AfD oder die Faschisten selbst. Deswegen werden wir jetzt die nächsten Monate darum kämpfen, so viele Stimmen wie möglich zu gewinnen, die Herz und Köpfe der Menschen zu gewinnen, um gegen diese Politik auf die Straße zu gehen.“
Mit dem Vorwurf des Faschismus möchte Pantisano seine Mannschaft als neue „Volkspartei“ präsentieren und 20 Prozent der Wählerstimmen erzielen. Der bisherige Linken-Chef Jan van Aken (65) hatte aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Seit 2024 führte er mit Schwerdtner die Partei und hatte erheblichen Anteil an ihrem erneuten Einzug in den Bundestag 2025. Die Linke erreichte 8,8 Prozent der Stimmen und liegt inzwischen in Umfragen sogar bei 10 bis 12 Prozent.

Die neue Partei-Doppelspitze der Linken
Pantisano formuliert oft schärfer
Schwerdtner wurde mit knapp 86 Prozent im Amt bestätigt – für die Linke ein sehr gutes Ergebnis. Pantisano erreichte sein Wunschziel von mehr als 70 Prozent hingegen nicht. Pantisano formuliert bisher oft schärfer, als es von van Aken bekannt ist. In seiner Vorstellungsrede beim Parteitag sagte er, er „versuche auch zu polarisieren, das werdet ihr mit mir auch bekommen“.
Nach dem Interview mit Bild fühlt sich der neue Linken-Chef nun missverstanden. „Es geht darum, dass Parteien wie die CDU die falsche Politik der AfD übernehmen und sie damit erst recht stark machen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Mobilisierung von Protesten
Angekündigt hat der Sohn italienischer Einwanderer, dass er verstärkt Arbeiterinnen und Arbeiter in Betrieben ansprechen will. „Und wenn wir möglichst viele der Kollegen und Kolleginnen für unsere Partei gewinnen, dann sind wir in der Lage, echte Veränderung zu erreichen“, sagte der Stuttgarter Bundestagsabgeordnete.
In den nächsten Wochen will die neue Parteispitze systematisch Proteste gegen Sozialreformen der Regierung und gegen höhere Verteidigungsausgaben mobilisieren. „Wir organisieren den Aufstand: gegen Sozialabbau und Militarisierung“, hieß es in einem Dringlichkeitsantrag zum Parteitag. Er knüpft an die Proteste gegen die Agenda 2010 der einstigen rot-grünen Regierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) an, die der damaligen PDS und der Neugründung WASG Auftrieb gab. Aus diesen Parteien entstand 2007 die Linke.
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