Tiefster Stand seit 2012: Wohnungsbau bricht dramatisch ein
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Deutschland baut so wenige Wohnungen wie seit 14 Jahren nicht mehr. Im Jahr 2025 wurden hierzulande nur 206.600 Wohnungen fertiggestellt. Das meldet das Statistische Bundesamt. Ein Rückgang um 18 Prozent gegenüber 2024. Das ist der niedrigste Wert seit 2012.
Besonders dramatisch ist der Einbruch beim echten Neubau. Dort entstanden nur 172.600 Wohnungen. Das ist ein Rückgang um 20 Prozent. Einfamilienhäuser brachen um 23,3 Prozent ein, Zweifamilienhäuser um 21,4 Prozent, Mehrfamilienhäuser um 18,9 Prozent. Private Bauherren trifft es dabei am härtesten. Sie errichteten 2025 nur noch 72.300 neue Wohnungen, was ein Rückgang von 23,7 Prozent bedeutet. Unternehmen bauten 17,8 Prozent, die öffentliche Hand 15,6 Prozent weniger.
Ostdeutschland besonders stark betroffen
Während im Westen die Zahl der fertiggestellten Neubauwohnungen um 16,7 Prozent zurückging, brach sie in Ostdeutschland mehr als doppelt so stark um 34,3 Prozent ein. Beim Bau von Mehrfamilienhäusern, der vor allem in Städten und Ballungsräumen dringend gebraucht wird, lag der Rückgang im Osten sogar bei 38,3 Prozent.
Die durchschnittliche Bauzeit von der Genehmigung bis zur Fertigstellung stieg auf 27 Monate. Im Jahr 2020 betrug die Bauzeit noch 20 Monate. Gleichzeitig verfallen immer mehr Genehmigungen ungenutzt: 35.700 im Jahr 2025. Der höchste Wert seit 2002 und 25 Prozent mehr als im Vorjahr.
Trotz steigender Baugenehmigungen (238.100, +10,6 Prozent) bleibt der Bauüberhang bei 760.700 genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen.

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD)
Die Bürokratie bleibt die größte Bremse für den Wohnungsbau
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) räumt ein: „Rund 206.000 gebaute Wohnungen im letzten Jahr sind zu wenig. Das ist die ehrliche Botschaft an alle, die heute eine Wohnung suchen.“ Die schlechten Zahlen seien „das Resultat der vergangenen Krisenjahre“. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen jedoch etwas anderes: Die Regulierungs- und Kostenbremse wirkt weiter. Wer in Deutschland bauen will, stößt auf zu hohe Hürden, zu lange Verfahren und zu wenig Anreize.
Die frühere Bundesregierung hatte 400.000 neue Wohnungen pro Jahr versprochen. Im Jahr 2025 wurden allerdings nur etwas mehr als die Hälfte des angekündigten Ziels erreicht: 206.600 Neubauten.
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