Deutsche sind öfter Opfer von Ausländern als Ausländer Opfer von Deutschen
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Wer dieser Tage Nachrichten schaut und Zeitungen liest, der könnte meinen, Deutschland sei zu einem Mordor für Menschen mit Migrationsgeschichte geworden.
Von „ethnischen Säuberungen“ ist die Rede, von Angst, und dem Wunsch, Deutschland aufgrund dieser Angst verlassen zu müssen. „Und ich versuche mir vorzustellen, wie es wohl den mehr als 20 Millionen Bürgerinnen und Bürgern geht, die eine Migrationsgeschichte haben“, sagte heute der Bundeskanzler in einer bewegten Ansprache. „Sie wissen: Diese Rechtsextremisten meinen uns.“
Zu den unappetitlichen und geschichtsverharmlosenden Vergleichen mit dem NS-Regime – inklusive „Fackelmärschen“, „ethnischen Säuberungen“ und „Deportationen“ – wurde bereits an anderer Stelle alles gesagt. Stattdessen geht es hier um etwas anderes, das die postfaktische Natur des Kanzler-Statements (und vieler anderer Wortmeldungen dieser Tage) einfängt: nämlich der Tatsache, dass nicht Menschen mit Migrationshintergrund dieser Tage Angst vor Deutschen haben müssen – sondern Deutsche in fast jeder Hinsicht deutlich bedrohter von Migranten sind.
Auch bei NIUS: Chronik des Deportations-Mythos: Wie öffentlich-rechtliche Medien eine „Wahrheit“ etablierten, die sie nicht belegen können
Erinnert sich jemand an die folgenden Namen: Ann-Marie? Sascha? Ece? Jonas? Danny? Sabrina? Joachim? Lisa? Susanna? Tabitha? Mireille? Maria? Mia? Falls nicht, wird es Zeit für eine Auflistung:
- Ann-Marie und Danny: Der staatenlose Palästinenser Ibrahim A. tötet die 17-jährige Ann-Marie und den 19-jährigen Danny in einem Regionalexpress bei Brokstedt.
- Jonas und Sascha: Der 20-jährige Jonas und der 35-jährige Sascha, beide Maler, werden auf offener Straße erstochen. Der Täter: Liban M., ein 27-jähriger Somalier. Nach der Tat hackt er einem der Opfer den Unterarm ab und wirft ihn auf den Balkon seiner ehemaligen Lebensgefährtin, mit der er einen Eifersuchtsstreit geführt haben soll. Er wird vor Gericht als schuldunfähig erklärt.
- Ece: Der 27-jährige Asylbewerber Michael B. tötet die 12-jährige Ece auf dem Weg zur Schule mit einem Küchenmesser. Vor Gericht bezeichnete er Deutsche als „dreckig“ und verglich sie mit Schweinen, zeigte seine Verachtung für die Gemeinde Illerkirchberg, gab zu, spielsüchtig zu sein und Prostituierte aufzusuchen.
- Judith: Fahim Z., ein Asylbewerber aus Afghanistan, sticht 45 Mal auf die 30-jährige Judith S. ein. Die beiden hatten sich im Fitnessstudio kennengelernt. Der Täter hatte mehrere Falschangaben ob seiner Identität gemacht. Bereits die Tage vor der Tag waren davon gekennzeichnet, dass Judith sich vor dem Täter versteckte und floh.
- Sabrina: Im Januar 2023 sticht der Afghane Mohammad Omid A. die schwangere 23-jährige Sabrina in Dresden nieder. Der Täter ist Asylbewerber, laut offiziellen Angaben 25 Jahre alt. Sein Foto legt nahe, dass er deutlich älter ist.
- Tabitha: Nachdem die 17-jährige Elftklässlerin aus Ludwigsburg mehrere Tage verschwunden ist, findet die Polizei schließlich ihre Leiche. Festgenommen wird der mehr als doppelt so alte Syrer Naiem, der zuvor auch in Drogendelikte involviert war.
- Joachim: Der Arzt Joachim T. aus Offenburg wird morgens in seiner Praxis vom 25-jährigen Somalier niedergestochen und stirbt. Der Täter konnte 2015 ins Bundesgebiet einreisen. Er wird vor Gericht für schuldunfähig erklärt und ist inzwischen in offenem Vollzug.
- Lisa: Der somalische Flüchtling Ahmad N. flieht aus dem psychiatrischen Maßregelvollzug in Wiesloch. Er ersticht die 30-jährige Lisa S.
- Susanna: Der irakische Flüchtling Ali B. vergewaltigt die 14-jährige Susanna F. nahe einer Wiesbadener Asylunterkunft und tötet sie im Anschluss. Nachdem B. in den Irak ausreisen kann, liefern ihn kurdische Sicherheitsbehörden nach Deutschland aus. Gemeinsam mit B. beteiligt sich auch ein 14-jähriger Afghane an der Tat. In einem weiteren Verfahren muss sich B. wegen schwerem Kindesmissbrauchs in zwei Fällen verantworten
- Mireille: Die 17-Jährige wird mit 14 Messerstichen erstochen. Das Landgericht Flensburg verurteilt einen 21-jährigen Afghanen zu lebenslanger Haft, der mit dem Opfer in einer Beziehung war. Zuvor hatte der Mann angegeben, erst 18 Jahre alt zu sein.
- Maria: 2016 wird die 19-jährige Medizinstudentin vom afghanischen Flüchtling Hussein K. in Freiburg erst vergewaltigt und dann getötet. Der Fall sorgt für bundesweite Empörung. Der Täter war 2015 als Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland eingereist. In seinem Asylgesuch behauptet er, minderjährig zu sein, wird als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling eingestuft. Im Prozess räumt er ein, bei der Einreise bereits volljährig gewesen zu sein.
- Mia: Die 15-jährige Mia wird im rheinland-pfälzischen Kandel von einem afghanischen Asylbewerber niedergestochen und stirbt. Daraufhin bildet sich die Initiative „Kandel ist überall“. Der Täter wird nach Jugendstrafrecht zu mehr als acht Jahren Haft verurteilt. In Deutschland war er als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling. Vor Gericht stellt sich heraus, dass er vermutlich volljährig gewesen war.

Gedenkstein für Maria Ladenburger
Der gemeinsame Nenner: niemand will die Verantwortung tragen
All diese Menschen haben eins gemeinsam: Sie sind Opfer einer falschen und gefährlichen Zuwanderungspolitik. Sie sind tot, weil hier Menschen herkamen, die nicht hätten hierherkommen sollen. Sie sind die Kollateralschäden einer gescheiterten Migrationspolitik.

Demonstranten in Kandel protestieren gegen die aus ihrer Sicht gescheiterte Flüchtlingspolitik.
Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Viel eher ist sie anekdotische Evidenz für das massive Problem der Kriminalität im Kontext der Zuwanderung, wie es in BKA-Lagebildern heißt. Sieht man „Straftaten gegen das Leben“ mit mindestens einem tatverdächtigen Zuwanderer, muss man zum Schluss kommen, dass es Hunderte, ja gar Tausende dieser Opfer gibt. Einige von ihnen sind bekannt, wie die Fälle oben dokumentieren; unzählige hingegen Randnotizen oder Lokalnachrichten, die nicht die bundesweite Aufmerksamkeit erhielten.
Dass es sich hierbei um ein reales Problem handelt, wird auch deutlich, wenn man die deutschen und nicht-deutschen Tatverdächtigen im Verhältnis mit deutschen und nicht-deutschen Opfern betrachtet. Es zeigt: Bei versuchten und vollendeten Tötungsdelikten, bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind Zuwanderer massiv überrepräsentiert. Dabei sticht ins Auge: Sie begehen nicht nur vielfach häufiger Straftaten – 16-mal so viele Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung –, sondern sind so überrepräsentiert, obwohl sie nur etwa fünf Prozent der Bevölkerung ausmachen. Denn: „Zuwanderer“ bedeutet in der BKA-Definition nicht das Gleiche wie „Nicht-Deutsche“, sondern subsumiert „Asylbewerber“, „Schutzberechtigte und Asylberechtigte“, Kontingentflüchtling“, „Geduldete“ oder „Menschen mit unerlaubtem Aufenthalt“.

Noch eklatanter ist die Scholz-Rede mitsamt seiner pathetischen Warnungen und seiner inszenierten Sorge, wenn man sieht, wie groß die Gefahr ist, die von „Rechtsextremen“ ausgeht, vor denen der Kanzler warnt: Zwischen 2017 und 2020 begingen Zuwanderer 28-mal so oft vollendete Tötungsdelikte und 94-mal so oft versuchte Tötungsdelikte.
Diese Zahlenspielereien lassen sich ewig weitermachen. Bei gewissen Delikten – etwa Taten mit Macheten oder Gruppenvergewaltigungen – sind Tatverdächtige fast ausschließlich Nicht-Deutsche. Und wenn man die Delikte nach Deutschen und konkreten Nationen aufschlüsselt – etwa Afghanen oder Somalier – kommen teilweise dreistellige Überrepräsentationszahlen heraus.

All diese Opfer haben keine Lobby. Sie wurden von der bundesdeutschen Öffentlichkeit einfach akzeptiert. Straftaten an ihnen sind „passiert“, wie etwas, was halt nun mal beiläufig passieren muss. In Wirklichkeit aber sind sie das große Problem in Deutschland – ein weitaus größeres als eine konstruierte Gefahr durch Rechtsextremismus. Für sie gibt es aber kein Wort vom Bundeskanzler. Und sie sind natürlich auch offiziell „unpolitisch“, weil hinter den Tatmotiven der Täter und Tatverdächtigen keine offizielle Ideologie stand. Dass diese Täter aber überhaupt hier sind, nicht kontrolliert, bei Vorstrafen nicht ausgewiesen wurden – es gibt Verantwortliche in der Politik. Irgendjemand sollte, früher oder später, die politische Verantwortung dieser Straftaten tragen.
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Jan A. Karon
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