Die Brücken-Schande von Dresden: Wie kann so etwas in Deutschland passieren?
Ein Beitrag von
Wie durch ein Wunder kam niemand zu Schaden!
Es ist dem reinen Zufall zu verdanken, dass in der Nacht auf Mittwoch niemand zu Schaden kam, als die Carolabrücke in Dresden einstürzte. Gerade einmal neun Minuten bevor die Pfeiler nachgaben und das Bauwerk in sich zusammensackte, fuhr eine Straßenbahn darüber.
Bereits seit 2019 wird die Brücke saniert. Schon im Vorfeld der Arbeiten war im Stadtrat immer wieder von Ermüdungserscheinungen am Bauwerk aus den 1970er Jahren die Rede. Holger Kalbe, Abteilungsleiter vom Straßen- und Tiefbauamt Dresden zur Tagesschau: „Dass der Zustand im Brückenzug C so schlimm ist, dass es zum Einbruch gekommen ist, war nicht vorhersehbar. Man steckt in so einem Bauwerk halt nicht drin“.
Brisant: Erst im vergangenen Juni lehnte der Stadtrat Dresden einen Antrag ab, mit dem die Fraktion Freie Wähler/Freie Bürger eine Untersuchung des Zustands der Dresdner Brücken forderte.

Die Prioritäten setzte man in Dresden allem Anschein nach jedenfalls anderswo. Vor nicht einmal zwei Wochen twitterte Bürgermeister Kühn: „Das Graffiti unterhalb der denkmalgeschützten Carolabrücke ist nunmehr vollständig beseitigt.“
Unfassbar auch: Noch vor einem guten Jahr, im August 2023, twitterte Dresdens Bürgermeister Stephan Kühn (Grüne), nachdem Kritik an seiner Sanierungspolitik aufgekommen war: „Die Kritik von Zastrow (damals FDP-Lokal-Politiker, Anm. d. Red.), wir würden die Brücken vergammeln lassen, entbehrt jeder sachlichen Grundlage! Die Brücken waren und sind Investitionsschwerpunkt: Sanierung Albertbrücke & Augustusbrücke fertig, Carolabrücke und Blaues Wunder Sanierung läuft, bspw. auch Prießnitzbrücke.“

Ein Teil der Carolabrücke in Dresden ist in der Nacht teilweise in die Elbe gestürzt.
Laut Polizeisprecher Thomas Geithner soll nun die Ursache für den Einsturz gefunden werden. Sollte sich dabei herausstellen, dass Fehler gemacht worden seien, dann würde auch ein Strafverfahren eingeleitet. „Aber diese Anhaltspunkte fehlen im Moment“, sagte Geithner. Da es keine Verletzten oder gar Getötete gebe, habe die Polizei derzeit keinen Anlass, von Amts wegen ein Strafverfahren einzuleiten.

Die teilweise eingestürzte Brücke (Foto: Feuerwehr Dresden)
Dass unmittelbar nach dem Unfall im Internet Bilder von der Einsturzstelle mit arabischen Schriftzeichen kursierten, werde von der Polizei beobachtet. Sollte hier die Schwelle zur Strafbarkeit überschritten werden, werde es Ermittlungen geben. Zudem rief die Polizei auf der Plattform X dazu auf, keine Falschmeldungen zum Brückeneinsturz zu teilen.

Nach dem Einsturz kann die Stadt nicht mit Fernwärme versorgt werden.
Bislang gebe es keine Anhaltspunkte für eine Dritteinwirkung, hieß es.
Mehr NIUS:
Keir Starmer kniete für George Floyd, schwieg aber monatelang zu Henry Nowak
Merz’ katastrophale Kommunikation – die große Analyse
Wie die EU mit dem „Democracy Shield“ den Generalangriff auf die neuen Medien plant
Nach Champions-League-Finale: Paris siegt, Paris brennt
Liberal & Remmidemmi: Wie die FDP zurückkommen will, in Köpfe und Parlamente
„Wärmster Sommer seit 2000 Jahren“ – die faulen Tricks hinter den Klima-Superlativen
„Burn the old white men“ soll keine Volksverhetzung sein, weil die Parole sich „nicht gegen einen bestimmten Bevölkerungsteil“ richte
Grüne Klimaideologie: So werden die Menschen in den Entwicklungsländern ärmer
Mehr NIUS:
Nach Champions-League-Finale: Paris siegt, Paris brennt
Liberal & Remmidemmi: Wie die FDP zurückkommen will, in Köpfe und Parlamente
„Wärmster Sommer seit 2000 Jahren“ – die faulen Tricks hinter den Klima-Superlativen
„Burn the old white men“ soll keine Volksverhetzung sein, weil die Parole sich „nicht gegen einen bestimmten Bevölkerungsteil“ richte
Grüne Klimaideologie: So werden die Menschen in den Entwicklungsländern ärmer
3 Millionen Arbeitslose! Zwei Grafiken, die zeigen, dass die Lage noch viel dramatischer ist als gedacht
Ein „Puff für alle” im Lehrplan: Dieses Phänomen ist nicht neu!
Nur 90 Klagen wegen Diskriminierung seit 2020: Warum die Erzählung einer strukturell-diskriminierenden Bundesverwaltung nicht stimmt
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare