Diese Kurve müssen Sie kennen: So hat sich die Zahl der Gruppenvergewaltigungen seit 2010 entwickelt
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2022 war für Deutschland ein trauriges Rekordjahr für Gruppenvergewaltigungen. 789 Fälle fanden laut einer Drucksache des Bundestags 2022 statt – die meisten davon in Nordrhein-Westfalen. Die Zahlen wachsen nicht linear, aber nehmen dennoch zu.
Ähnlich hoch war die Zahl der Gruppenvergewaltigungen zuletzt im Jahr 2016 mit 749 Fällen. Diese knapp 800 Fälle stellten eine Verdopplung der 400 Fälle des Vorjahres 2015 dar.
Positiv fallen dagegen die sinkenden Zahlen der nicht aufgeklärten Fälle von Gruppenvergewaltigungen auf. Nach einem Anstieg auf besorgniserregende 69 Prozent nicht aufgeklärter Fälle im Jahr 2016, sank der Anteil 2022 auf 38 Prozent. Heißt aber auch: Selbst 2022 blieb jeder dritte Fall einer Gruppenvergewaltigung in Teilen oder gänzlich ohne Urteil für die Täter!
Zahl der Opfer verdoppelt
Die Opferzahl von Gruppenvergewaltigungen hat sich seit 2015 beinahe verdoppelt. 408 Opfer verzeichnete die Polizei 2015 – 806 im Jahr 2022.
Ungewöhnlich scheint das Jahr 2017, das mit 380 Fällen einen absoluten Tiefstwert erzielte. In einer Vorbemerkung der Drucksache heißt es: „Bei der Interpretation der Daten ist zu beachten, dass es seit dem Jahr 2010 mehrere Datenbrüche gibt. Sowohl von 2016 auf 2017 als auch von 2017 auf 2018 wurde die Methodik bzw. die Rechtsgrundlage der Erfassung von sogenannten Gruppenvergewaltigungen geändert. Die Daten sind daher nicht exakt vergleichbar.“
Die Zahlen für das Jahr 2023 werden im Frühling erwartet.

Beachtenswert ist der Anteil der nicht-deutschen Tatverdächtigen. Während vor der Migrationskrise 2014 der Anteil bei 37 Prozent lag, lag dieser 2022 bei 50 Prozent. Das Rekordjahr 2016 mit 56 Prozent wurde nicht übertroffen.
Bei der Betrachtung dieser Zahlen ist zu berücksichtigen, dass nur 15 Prozent der 2022 in Deutschland lebenden Menschen als „Nichtdeutsche“ gewertet wurden.

Die fünf häufigsten Staatsangehörigkeiten der 2022 in der Statistik erfassten Tatverdächtigen bei Gruppenvergewaltigungen waren deutsch (471), syrisch (72), afghanisch (52), irakisch (51) und türkisch (31). 6,9 Prozent der Täter im Jahr 2022 konsumierten harte Drogen.
Ein überproportional hoher Anteil der Täter (50,1 Prozent) waren Nichtdeutsche – 81 Prozent der Opfer waren dagegen Deutsche.

Besserung ist vorerst nicht in Blick
Laut polizeilicher Kriminalstatistik gab es im Jahr 2022 39.687 nicht-deutsche Tatverdächtige im Alter von 14 bis 18 Jahren – ein Anstieg um 40,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein Blick auf die Zahlen der nächsten Generation verheißt keine sichere Zukunft: Hier gab es mit 22.016 nicht-deutschen Tatverdächtigen im jüngeren Alter von 0 bis 14 Jahren einen Anstieg um 55,2 Prozent.
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