Eine Umfragen-Ohrfeige jagt die nächste: Es klatscht für die Ampel, aber keinen Beifall
Ein Beitrag von
Zwei Jahre sind rum, zwei Jahre kommen noch – es ist Ampel-Halbzeit. Und zum Bergfest steckt das Bündnis aus SPD, Grünen und FDP aber mal sowas von im Umfrage-Sumpf, eine Ohrfeige jagt die nächste.
Es klatscht für die Ampel. Aber keinen Beifall!
NIUS fasst die 6 wichtigsten Umfragen zusammen, die zeigen, wie heftig die Regierung um Kanzler Olaf Scholz (SPD) das Vertrauen der Bürger verloren hat:
1. Sonntagsfrage
Wäre am Sonntag Bundestagswahl, die drei Ampel-Parteien wären GEMEINSAM gerade mal sechs Prozentpünktchen stärker als die Union ALLEINE.
Die aktuelle INSA-Umfrage für Bild am Sonntag sieht die SPD bei 17 Prozent, die Grünen bei 14 Prozent und die FDP droht mit fünf Prozent sogar ein Existenzkampf um den Wiedereinzug in den Bundestag. CDU/CSU kommen auf 30 Prozent, die AfD auf 21 Prozent. Und da ist eine Wagenknecht-Partei, die links und rechts Wähler fischt und Nichtwähler an die Urne treiben könnte, gar nicht mal mit eingepreist.

Die Deutschland-Chefs bei der Arbeit: Nancy Faeser spricht, die Regierungsbank ist prominent gefüllt.
2. Neuwahlen
Die Mehrheit der Deutschen hat dermaßen genug von der Ampel, dass sie sich vorzeitige Neuwahlen wünscht. 41 Prozent fordern das laut dem ARD-Deutschlandtrend. Nur 32 Prozent wollen, dass die Regierung bis zur regulären Wahl im Jahr 2025 durchzieht, 16 Prozent befürworten einen direkten Wechsel in eine Große Koalition mit SPD und CDU/CSU.
3. Migration
Die überwältigende Mehrheit glaubt, dass die schärferen Regeln in der Migrationspolitik exakt NICHTS verändern werden.
78 Prozent glauben nicht, dass so weniger Flüchtlinge kommen – nur 18 Prozent vertrauen auf die Maßnahmen. Das zeigt das ZDF-Politbarometer. Der Regierung wird beim Themenschwerpunkt „Flucht/Asyl“ auch keine Kompetenz mehr zu gerechnet: Die SPD kommt hier auf 15 Prozent, die Grünen auf 14 Prozent, die FDP nur auf 2 Prozent. Bemerkenswert: Die AfD liegt hier bei 16 Prozent, die Union bei 26 Prozent.
4. Energiewende
Es ist das Leib- und Magen-Thema der Regierung – aber hat keinen Rückhalt mehr in der Bevölkerung. 77 Prozent der Deutschen glauben nicht daran, dass bis 2030 mindestens 80 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt wird. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY. Bei derselben Frage im Mai hatten sich 71 Prozent der Teilnehmer skeptisch gezeigt, im März waren es 65 Prozent.
Heißt im Klartext: Kaum einer glaubt noch an die Energiewende.

Viel Wind um … was eigentlich? Die Mehrheit der Deutschen glaubt nicht mehr an die Energiewende.
5. Beliebtheit allgemein
Die absolute Mehrheit der Deutschen attestiert der Bundesregierung, ganz allgemein schlechte Arbeit zu machen. 59 Prozent stimmen dem zu, nur 35 Prozent bescheinigen einen guten Job. Bemerkenswert: Seit April dieses Jahres ist eine Mehrheit in dieser Politbarometer-Frage unzufrieden mit der Regierung, im März 2022 bescheinigten noch 75 Prozent der Deutschen gute Arbeit.
Der Trend eindeutig: Immer mehr Menschen sind immer unzufriedener.
6. Beliebtheit persönlich
Nur ein einziges Kabinettsmitglied liegt im Beliebtheits-Ranking im positiven Bereich. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) kommt auf 1,6 Punkte. Gefragt wird in der traditionellen Politbarometer-Umfrage: „Was halten Sie von …“, die Bürger können auf einer Skala von +5 bis -5 bewerten.
Robert Habeck (Grüne) kommt auf 0,0 Punkte, Kanzler Olaf Scholz (SPD) auf -0,1 Punkte. Finanzminister Christian Lindner (FDP) landet bei -0,5 Punkten, Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) bei -0,3 Punkten. Nur Ex-Linke Sahra Wagenknecht (-1,4) und AfD-Frontfrau Alice Weidel (-2,6) werden schlechter bewertet. Wobei: Da das ZDF nur die Top 10 im Ranking benennt, erfährt man leider nicht, wo Innenministerin Nancy Faeser (SPD) gerade rangiert …

Regierungs-Schlusslicht in den Top 10: Lauterbach und Baerbock
Fazit
Eine Vertrauensfrage beim Volk würde diese Regierung nicht mehr gewinnen …
Mehr NIUS:
Keir Starmer kniete für George Floyd, schwieg aber monatelang zu Henry Nowak
Merz’ katastrophale Kommunikation – die große Analyse
Wie die EU mit dem „Democracy Shield“ den Generalangriff auf die neuen Medien plant
Nach Champions-League-Finale: Paris siegt, Paris brennt
Liberal & Remmidemmi: Wie die FDP zurückkommen will, in Köpfe und Parlamente
„Wärmster Sommer seit 2000 Jahren“ – die faulen Tricks hinter den Klima-Superlativen
„Burn the old white men“ soll keine Volksverhetzung sein, weil die Parole sich „nicht gegen einen bestimmten Bevölkerungsteil“ richte
Grüne Klimaideologie: So werden die Menschen in den Entwicklungsländern ärmer
Mehr NIUS:
Nach Champions-League-Finale: Paris siegt, Paris brennt
Liberal & Remmidemmi: Wie die FDP zurückkommen will, in Köpfe und Parlamente
„Wärmster Sommer seit 2000 Jahren“ – die faulen Tricks hinter den Klima-Superlativen
„Burn the old white men“ soll keine Volksverhetzung sein, weil die Parole sich „nicht gegen einen bestimmten Bevölkerungsteil“ richte
Grüne Klimaideologie: So werden die Menschen in den Entwicklungsländern ärmer
3 Millionen Arbeitslose! Zwei Grafiken, die zeigen, dass die Lage noch viel dramatischer ist als gedacht
Ein „Puff für alle” im Lehrplan: Dieses Phänomen ist nicht neu!
Nur 90 Klagen wegen Diskriminierung seit 2020: Warum die Erzählung einer strukturell-diskriminierenden Bundesverwaltung nicht stimmt
Willi Haentjes
Artikel teilen
Kommentare