Finanziert von Katar: Al Jazeera ist das Sprachrohr des Islamismus
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Der bekanntesten arabischen Nachrichtensender, Al Jazeera, nutzt seine Reichweite, um die katarische Erzählung der Nachrichtenlage zu fördern. Mit seiner enorm hohen Reichweite, die von Wohnzimmern, Cafés und Bars des Westens bis in den Nahen Osten reicht, beeinflusst der Sender die öffentliche Meinung auf vielfältige Weise.
Al Jazeera hat eine breite Zuschauerschaft im Westen, die über die arabischsprachige Gemeinschaft hinausgeht. Der Sender ist in vielen Ländern frei empfangbar und hat sich als ernstzunehmende Quelle für internationale Nachrichten etabliert. Die Reichweite des Kanals ist dabei nicht nur Indikator für seinen Erfolg, sondern auch Mittel zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung.
Das Mediennetzwerk sendet in mehr als 150 Ländern und Gebieten und hat weltweit ein großes Publikum von über 430 Millionen Menschen. In Deutschland hat das Mediennetzwerk die meisten Fans in Berlin, Bremen und Hessen, aber auch das Al Jazeera des Balkans, mit Sitz in Sarajevo, erfreut sich in Deutschland hoher Zuschauerzahlen.
Einflussreicher Meinungs-Exporteur in den Westen und gegen den Westen
Der Sender positioniert sich als unabhängige und objektive Nachrichtenquelle, die Einblicke in die komplexen geopolitischen Verhältnisse des Nahen Ostens anbietet. Allerdings entsprechen diese Einblicke ausschließlich dem katarischen Narrativ. Katars Vorzeige-Mediennetzwerk Al Jazeera ist wichtiger Exporteur von Propaganda sowohl in als auch gegen den Westen.

Al Jazeera versucht gezielt auch westliche „Anti-Imperialisten“ anzusprechen.
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Ganz besonders in einer so angespannten, konfliktreichen Zeit, wie der aktuellen zwischen Israel und der Hamas, wird der Einfluss des Senders auf die öffentliche Meinung deutlich. Jugendliche mit Migrationshintergrund sehen den islamistischen Propagandasender bereits im heimischen Wohnzimmer, der über Satellit oder per Online-Stream empfangen werden kann. In vielen Cafés und Bars in Berlin läuft Al Jazeera über den ganzen Tag. Social Media wird mit Al Jazeera Clips und Schlagzeilen geflutet, Pallywood bekommt hier eine breite, öffentlichkeitswirksame Bühne geboten.
Al Jazeera Plus versucht sich in einer „woken“ Berichterstattung, Al Jazeera English in einer „neutralen“ für den westlichen, aber anti-westlich eingestellten Zuschauer. Al Jazeera auf Arabisch bedient sich dagegen eines klaren reaktionären, islamistischen Narrativs. Damit werden Zuschauer jeglicher Couleur abgeholt, jeder Feind des Westens kann sich dort das für ihn passende Medien-Produkt aussuchen.
Offene Sympathie für die Hamas
Al Jazeera stellt in seiner Berichterstattung die Hamas regelmäßig als legitime Widerstandsbewegung dar. Diese Darstellung steht im Kontrast zur Einstufung der Hamas als terroristische Organisation durch die meisten westlichen Länder, der EU und bald auch explizit Deutschland. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte an, Hamas in Deutschland zu verbieten.
Es ist augenfällig, wie positiv und sympathisierend Al Jazeera über die Aktivitäten der Hamas in ihren Kommentaren berichtet. Die brutalen Angriffe auf Israel durch die Hamas wurden als (notwendige) Reaktionen auf israelische Aggressionen dargestellt, während die humanitären und sicherheitspolitischen Folgen dieser Angriffe für die israelische Zivilbevölkerung weitestgehend vernachlässigt wurden.
Yigal Carmon, der Präsident des Middle East Media Research Instituts, sagte als Gast bei seinem eigenen Sender ganz klar: „Katar ist die Hamas und die Hamas ist Katar, Katar hat mit Hilfe der Hamas einen Krieg gegen Israel begonnen, die Kriegserklärung wurde von Al Jazeera TV ausgestrahlt, Katar und seine diebische terroristische Herrscherfamilie werden den Preis dafür bezahlen.“
Auch die Wortwahl in der Berichterstattung von Al Jazeera kann als Indikator für prinzipielle Voreingenommenheit gesehen werden. So werden grundsätzliche Begriffe wie „Widerstand“ und „Verteidigung“ verwendet, um die Aktivitäten der Hamas zu beschreiben, kritische Betrachtungen kommen selten zum Einsatz. Die klare Sympathie für die Hamas und deren Ziele ist offenkundig, der Westen ist grundsätzlich schuldig, Regime wie Iran, Russland oder China sind missverstandene sanfte Riesen.
Al Jazeera berichtet offen tendentiös, alternative Perspektiven und Meinungen, die nicht mit der Linie der Hamas übereinstimmen, werden unterdrückt. Kritische Stimmen, die den Terrorismus der Hamas verurteilen oder Israel verteidigen, werden entweder zensiert oder diffamiert. So wird über jedes Vorgehen der Israelis gegen die Palästinenser ausführlich berichtet, die Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung durch die Terrororganisationen Hamas und Fatah finden dagegen keinerlei nennenswerte Beachtung in der Berichterstattung.
Die selektive Darstellung von Informationen und die Unterdrückung alternativer Perspektiven haben – natürlich – großen Einfluss auf die öffentliche Meinung. Sie tragen zur Verfestigung einer einseitigen Sichtweise bei, die die Komplexität des Israel-Hamas-Konflikts in keiner Weise angemessen abbildet.
Die Rolle Katars
Al Jazeera ist ein in Katar ansässiger Nachrichtensender und wird von Katar finanziert. Die Berichterstattung, insbesondere im Kontext des Israel-Hamas-Konflikts, scheint im Einklang mit den politischen Zielen und Interessen Katars zu stehen.
Sheikh Hamad bin Khalifa Al Thani unterstützte den Start des Mediennetzwerks mit einer Leihgabe von 137 Millionen US-Dollar.

Hamad bin Khalifa Al Thani brachte das nötige Geld für das Mediennetzwerk auf.
Es ist wichtig, Al Jazeera im Kontext anderer staatlich finanzierter Medien zu betrachten. Viele Länder betreiben Nachrichtensender, die ihre politischen Interessen fördern. Der Unterschied liegt jedoch in der Reichweite der Sender. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender von ARD und ZDF berichten bundespolitisch treu ergeben, allerdings werden sie kaum bis gar nicht in anderen Ländern konsumiert. Al Jazeera dagegen erreicht weltweit hunderte Millionen von Zuschauern und spricht die gesamte arabischsprechende Diaspora an.
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