Geheimplan Wagenknecht in Sachsen! Wie die Ex-Kommunistin der CDU die Macht retten könnte
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Offiziell sind Koalitionen nach der Landtagswahl (1. September) in der sächsischen Union kein Thema. Doch hinter den Kulissen machen CDU-Leute keinen Hehl daraus, dass das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) der Partei auch in Zukunft zum Machterhalt verhelfen könnte. Denn in der Tat spricht einiges für eine Koalition aus CDU (aktuell 30 Prozent in den Umfragen) und BSW (11 Prozent).
Mit den Grünen (5 Prozent) will die Union von Ministerpräsident Michael Kretschmer absolut nicht wieder zusammenarbeiten, mit der AfD (34 Prozent) und der Linken (5 Prozent) gibt es einen Unvereinbarkeitsbeschluss, und mit der SPD (aktuell 6 Prozent) dürfte es allein nicht reichen. Außerdem finden sich auf der BSW-Wahlliste für den Landtag „relativ vernünftige Leute“, wie ein Insider sagt.

Sahra Wagenknecht vor wenigen Tagen in Kiel
Angeführt wird die BSW-Liste von der früheren Linke-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann. Platz zwei erhielt der Unternehmer Jörg Scheibe. Der Ingenieur und Unternehmer leitet in Chemnitz eine Firma, die Klima-, Sanitär, Heizungs- und Lüftungsanlagen für große Bauprojekte in Sachsen, Berlin oder im Nordirak plant. Außerdem lehrt er Versorgungs- und Umwelttechnik an der Studienakademie im sächsischen Glauchau. Auch sehr bodenständige Bürgermeister bewerben sich auf der Wagenknecht-Liste für ein Landtagsmandat.

Die frühere Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann und BSW-Chefin Wagenknecht in Dresden
„Unkontrollierte Migration“ als gemeinsames wichtiges Thema
In einem Interview hatte Zimmermann beispielsweise die „unkontrollierte Migration“ als ein wichtiges Thema genannt, bei dem dringender Handlungsbedarf bestehe. Wie die Union fordert BSW eine Asyl-Prüfung an den EU-Außengrenzen und die Einführung der Bezahlkarte für Migranten in Sachsens Landkreisen. Außerdem schließt auch Wagenknecht eine Zusammenarbeit mit der AfD und den Grünen aus.
Laut spricht in der Sachsen-Union allerdings kaum jemand über diese Option. Hier gilt bislang die alte Standardformel: Wir kämpfen für eine eigene Mehrheit. Soll heißen: Die Wähler nur nicht mit Gedanken über Platz zwei und andere Farbspiele verunsichern.
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Ralf Schuler
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