Pubertätsblocker, Operationen und Hormone: Wie Trans-Aktivisten die medizinischen Standards in der Behandlung von Trans-Kindern bestimmen
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Vor kurzem wurden in Deutschland Leitlinien vorgestellt, die neue Standards für die medizinischen Behandlungen von Kindern und Jugendlichen mit einer Geschlechterdysphorie setzen sollen. Entgegen jeder Studienlage wurde die Behandlung von Kindern mit Pubertätsblockern und gegengeschlechtlichen Hormonen empfohlen. Die Leitlinie zeigt, wie man selbst in der Medizin den absurden Forderungen von Trans-Aktivisten bereitwillig Folge leistet – und wie die Gesundheit von Kindern dabei aufs Spiel gesetzt wird.
Immer mehr Jugendliche in der westlichen Welt glauben, im falschen Geschlecht geboren zu sein. Dieses Unwohlsein geht bei manchen Jugendlichen so weit, dass sie von ihren Eltern eine Geschlechtsumwandlung fordern, inklusive Pubertätsblocker, Hormonbehandlungen und geschlechtsangleichenden Operationen.
Der „affirmative Ansatz“ erlaubt kein Nachfragen
Lange Zeit dachten Mediziner und Psychotherapeuten, dass der „affirmative Ansatz“ bei der Behandlung dieser Kinder und Jugendlichen zielführend sei. Das bedeutet: Das Gefühl des Kindes, im falschen Körper geboren zu sein, darf nicht in Frage gestellt werden, da man die Identität „trans“ mit einer stigmatisierten sexuellen Identität, wie etwa Homosexualität, vergleicht. Wer dieses Gefühl in Frage stellt, gilt automatisch als „homophob“ und somit als menschenfeindlich. Das Ergebnis: Eine Differenzialdiagnostik, also das Abklären der wahren Ursachen, die für das Leid der Kinder verantwortlich sind, wird quasi verunmöglicht.
Tavistock-Skandal: Hunderte geschädigte Kinder
Der „affirmative Ansatz“ wurde längere Zeit in Ländern wie England und Schweden, den Vorreitern in der Behandlung von Trans-Kindern, praktiziert. Die Konsequenzen waren vor allem in England verheerenden. So musste der Englische Gesundheitsdienst (NHS) im Jahr 2022 die auf Trans-Kinder und Jugendliche spezialisierte Abteilung Gender Identität Development Service (GIDS) der psychoanalytischen „Tavistock“- Klinik schließen.

Im Tavistock-Center wurde Kinder und Jugendliche vorschnell als "trans" diagnostiziert und mit Pubertätsblockern und gegengeschlechtlichen Hormonen behandelt.
Der Grund: Das Klinikpersonal attestierte fast allen Jugendlichen schon nach kurzer Zeit und ohne die Abklärung der eigentlichen psychiatrischen Ursachen eine Geschelchterdysphorie. In der Mehrzahl der Fälle wurden leichtfertig Pubertätsblocker verschrieben. Diese Medikamente verhindern die Ausschüttung von Sexualhormonen und somit die körperliche Entwicklung der primären und sekundären Geschelchtsmerkmale der Jugendlichen wie Brustwachstum, Periode, Bartwuchs oder Stimmbruch.
Eine Behandlung mit Pubertätsblockern führt in über 90 Prozent der Fälle zu einer anschließenden Behandlung mit gegengeschlechtlichen Hormonen, woraufhin häufig eine vollständige Geschlechtsumwandlung folgt. Die Nebenwirkungen: Unfruchtbarkeit, Osteoporose, Intelligenzminderung und ein erhöhtes Krebsrisiko. Häufig wurden die Eltern, indem man mit dem Selbstmord der Kinder drohte, unter Druck gesetzt, damit sie der medizinischen Transition ihrer Kinder zustimmen.

Ein prominentes Beispiel für ein Trans-Kind ist die Tochter von Brad Pitt und Angelina Jolie, Shiloh. Als 13-jährige identifizierte sie sich als Junge, wollte John genannt werden. Die Eltern haben ihrer Tochter aber eine medizinische Transition verboten ...
Kurz: Der „affirmative Ansatz“ hat in England hunderte Kinder und Jugendliche geschädigt, die jetzt gegen die Klinik klagen. Sie bestehen hauptsächlich aus jungen Frauen, die die irreversiblen Schäden an ihrem Körper (Unfruchtbarkeit, Brustamputationen, Osteoporose), die sie auf Anraten der Therapeuten durchführen ließen, bereuen.
Der Hauptvorwurf: Das Klinikpersonal hätte sehen müssen, dass die Jugendlichen zu jung, zu krank und zu verwirrt gewesen seien, um die Konsequenzen dieser Eingriffe abschätzen zu können.

Zwei Jahre später identifiziert sich Shiloh wieder als Mädchen.
Der NICE- und CASS-Review
Kurz: Was über Jahrzehnte hinweg an der Tavistock-Klinik im Namen der Diversität passierte, ist ein Skandal, der seit mehreren Jahren von dem NHS aufgearbeitet wird. Unter der Leitung der Kinderpsychiaterin Hilary Cass wurde nicht nur das ideologische Vorgehen an der Tavistock-Klinik entlarvt (Cass-Review), das im Jahr 2022 zur Schließung der Klinik führte. Im Rahmen dieser Aufarbeitung wurde auch eine wissenschaftliche Studie erstellt, welche die Evidenzlage von Pubertätsblockern und gegengeschlechtlichen Hormonen an Kinder und Jugendlichen überprüften (NICE-Review).

Eine der Geschädigten des Tavistock-Skandals ist Keira Bell. Ihr wurde im Alter von 16 Jahren Pubertätsblocker und gegengeschlechtliche Hormone verschrieben. Sie verklagte die Klinik, weil sie die irreversiblen Folgen, wie Unfruchtbarkeit, nicht abschätzen konnte.
Keine Evidenz für die Wirksamkeit von Pubertätsblockern
Das Ergebnis: Es gibt keine Evidenz für die Annahme, dass eine Behandlung mit Pubertätsblockern und gegengeschlechtlichen Hormonen die Situation der Jugendlichen verbessert. Der NHS zog aus all diesen Fakten letztendlich Konsequenzen – und hat kürzlich die Vergabe von Pubertätsblockern und gegengeschlechtlichen Hormonen an Trans-Kinder und Jugendliche in ganz England verboten. Eine Ausnahme bildet eine medizinische Studie über die Blocker.
Auch Schweden, eines der ersten Länder, das Geschlechtsumwandlungen durchführte, will seine Trans-Jugendlichen seit 2022 nicht mehr mit Pubertätsblocker und Hormonen behandeln. Auch Mastektomien bei minderjährigen Frauen sollen nicht mehr durchgeführt werden. Das gleiche gilt in Finnland (hier beträgt das Mindestalter für Operationen 25 Jahre) und Australien. Auch in den USA ziehen einzelnen Bundesstaaten nach, während man in Frankreich ausdrücklich vor den Blockern warnt.
Der internationale Trend bei Behandlung von Trans-Kindern und Jugendlichen ist also klar: Anstatt den „affirmativen Ansatz“ zu verfolgen, sollen die Jugendlichen durch eine Psychotherapie während der Pubertät intensiv betreut werden. Denn nach der Pubertät – und hier ist die Studienlage eindeutig – haben sich viele Jugendlichen mit ihrem Körper versöhnt. Viele outen sich dann als homosexuell.

Ein Aktivismus mit fatalen Konsequenzen: Schon Kindern wird beigebracht, dass es kein biologisches Geschlecht gibt – und eine Transition mit Aufmerksamkeit und Applaus belohnt wird.
S2K-Leitlinie in Deutschland: grünes Licht für Blocker, Hormone und OPs
Während man in England und Skandinavien aus den fatalen Konsequenzen des „affirmativen Ansatz“ gelernt hat, geht es in Deutschland erst richtig los. So wurden vor Kurzem die erste „AWMF-Leitlinie zu Geschlechtsinkongruenz und -dysphorie im Kindes- und Jugendalter“ vorgestellt. Das Fazit: In der Leitlinie (liegt NIUS vor), werden Pubertätsblocker und die Behandlung mit gegengeschlechtlichen Hormonen als sinnvolle Behandlung von Kindern und Jugendlichen empfohlen. Auch Brustamputationen bei minderjährigen Mädchen sollen unter gewissen Umständen erlaubt sein. Eine Altersgrenze für sämtliche geschlechtsangleichende Behandlungen gibt es nicht.
Leitlinie fehlt wissenschaftliche Evidenz
Damit stellt sich die AWMF-Kommission, die aus 27 Fachgesellschaften aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie bestehen, nicht nur radikal gegen die aktuellen Entwicklungen in England und die internationale Studienlage, sondern auch gegen die Studien der eigenen Fachgesellschaft. So veröffentlichten die Kinderpsychiater und Mitglieder der kommissionsführenden DGKJP (Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie) Florian Zepf, Veith Roessner und Tobias Barnaschewski auf Grundlage des englischen „NICE-Reviews“ eine Übersichtsstudie über die wissenschaftliche Evidenz der oben genannten Behandlung bei Kinder und Jugendlichen. Das Ergebnis ist wenig überraschend: Es gibt keine.
Aus genau diesem Grund sah sich die AWMF vor Kurzem gezwungen, die Empfehlungen von einer S3-Leitlinie zu einer S2K-Leitlinie herunterzustufen. Die Empfehlungen können also nicht durch Studien begründet werden (S3), sondern allein durch den Konsens unter den Mitgliedern der Kommission (S2K). Bedeutet: Die wissenschaftliche Autorität der Leitlinien besteht allein daraus, dass sich alle Mitglieder der Kommission einig waren, dass die Leitlinien Sinn ergeben.
Kommissionsmitglieder wurden von Trans-Aktivisten gezielt eingeschüchtert
Und selbst dieser Konsens ist fragwürdig. So erzählte einer der Autoren der kritischen Studie über Pubertätsblocker Tobias Barnaschewski in einem Welt-Beitrag, dass die in der Leitlinie empfohlenen Eingriffe das Potenzial „für einen der größten Medizinskandale der heutigen Zeit“ hätten. Sein Co-Autor Florian Zepf erzählte der Welt, dass er im Jahr 2022 die Kommission freiwillig wegen „berufsethischer Bedenken“ verließ.
Doch damit nicht genug. Kritische Kommissionsmitglieder, so erfuhr NIUS aus mehreren Quellen, sollen gezielt zum Schweigen gebracht worden sein, indem sie durch öffentliche Diffamierungen und Bloßstellungen eingeschüchtert wurden. Das geschah hauptsächlich, indem unter der Leitung von Georg Romer Trans-Aktivisten in die Kommission geholt und mit einem Stimmrecht ausgestattet wurden. Das Mobbing vonseiten der Aktivisten soll so weit gegangen sein, dass man kritische Kinderpsychiater bei der Berufsaufsicht anzeigte, damit ihnen die Approbation entzogen wird.

Prof. Dr. Georg Romer ist Psychiater für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Münster und führt die Leitlinien-Kommission an.
Die ideologische Argumentation, die Romer und Co. dabei verfolgen, ist die gleiche, die zu dem Tavistock-Skandal in England geführt hat: Wer einer Behandlung mit Pubertätsblockern oder der Angleichung von Kinderkörpern an eine gefühlte Trans-Identität widerspricht, macht sich der „Transphobie“, also der Menschenfeindlichkeit schuldig.
Wer die Blocker nicht feiert, ist ein Menschenfeind
Es ist erschreckend zu sehen, wie sich die Autoren bei der öffentlichen Verteidigung der Studie in Widersprüche verstricken, Fakten verdrehen oder einfach die Unwahrheit behaupten. So sagte die ehemalige Ethik-Kommissarin und Autorin der Leitlinien Prof. Dr. Claudia Wiesemann, dass es „ethisch unangemessen“ sei, wenn man Kinder aus Angst vor körperlichen Nebenwirkungen nicht mit Pubertätsblockern behandle. Die Psychotherapeutin Sabine Maur bezeichnet das Infragestellen der geschlechtlichen Identität der Kinder indes als „Konversionsmaßnahme“.

Pressekonferenz zur S2K-Leitlinie: Die Autoren der Leitlinie Sabine Maur, Dagmar Pauli, Achim Wüsthof und Claudia Wiesemann verteidigen hier die Vergabe von Pubertätsblockern.
Leitlinien-Autoren verdrehen Fakten
Die Studie ihrer Kollegen aus der DGKJP und aus England wurden bei der Pressekonferenz indes totgeschwiegen oder in ihr Gegenteil verkehrt. So behauptete die Schweizer Kinderpsychiaterin Dagmar Pauli, dass sich „die Evidenzlage“ bezüglich der Pubertätsblocker gerade verbessere“ und die Kritik an den Blockern in der Kommission eine „absolute Minderheitenmeinung gewesen“ sei. Beides ist nicht der Fall.
Auch Paulis Behauptung, dass man in England „nur in Begründeten Fällen“ Kinder mit Pubertätsblocker behandle, weswegen sich die S2K-Leitlinien sehr wohl „an den englischen Empfehlungen“ orientiere, ist nicht wahr. Einen Halbsatz später gibt Pauli zwar zu, dass man Pubertätsblocker in England „nur bei klinischen Studien“ verschreibe, suggeriert aber gleichzeitig, dass die Briten ihre Patienten zu den Studien zwingen würde. Auch das ist erfunden.
Pubertätsblocker: „ein Segen in der Medizin“
Und auch die Nebenwirkungen wurden von den Autoren der Leitlinie kleingeredet. Obwohl Studien existieren, die bei Jugendlichen eine IQ-Minderung nach der Einnahme der GnRH-Analoga belegen, behauptete der Endokrinologen Achim Wüsthof, dass es „kognitiv keine Benachteiligung“ gebe. Zwar litten die Jugendlichen an Osteoporose, es gebe aber keine Beweise dafür, dass der Knochenschwund bei erwachsenen Transmenschen immer noch bestehe. Daher sei „dieses Warnen vor den Nebenwirkung immer sehr hypothetisch“, so Wüsthoff.
Im Deutschlandfunk sagte Wiesemann sogar, dass Pubertätsblocker „ein Segen in der Medizin“ seien. Den wissenschaftlichen Beleg für diese Aussage blieb sie – wie alle ihre Kollegen in Kommission – allerdings schuldig.
Die S2k-Leitlinie soll nach einer merhwächigen Kommentierungsphase Ende April in Kraft treten.
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