Wie konnte man nach 9/11 noch darauf kommen, die Grenzen zu öffnen?
Ein Beitrag von
Der Migrationsgipfel ist daran gescheitert, dass es mit der Ampel keine direkten Zurückweisungen an der Grenze geben wird, wie von der Union gefordert. Das Gute daran: Die Forderung bleibt lebendig. Sie einzulösen, wäre der Anfang einer Wende. Sie würde mit Illusionen brechen, die die Politik bestimmen, seitdem ich sie bewusst erlebe. Es braucht eine Koalition der Willigen – ohne Ampel.
Am 11. September 2001 war ich zwölf Jahre alt, die TV-Bilder sah ich, nachdem ich vom Bolzplatz heimgekehrt war. Das Einstürzen des zweiten Turms habe ich in verschwitzter Sportkleidung vor dem Fernseher live gesehen. Ebenso nahm ich später den Jubel über den Massenmord in der arabischen Welt wahr. Es sind Bilder, die mir lebendig im Gedächtnis geblieben sind: Bilder unvorstellbaren Leids und Bilder unvorstellbarer Freude über dieses Leid. Sie zu deuten, lernte ich erst später.

Palästinensische Araber jubeln über die Anschläge auf das World-Trade-Center.
Der Siegeszug der Open-Borders-Ideologie
In der persönlichen Aufarbeitung dessen, wie die deutsche Politik mit dem terroristischen Massenmord umging, fand ich mit Anfang zwanzig meine politische Identität, zu der gehört: Der Westen verfügt über Errungenschaften in Lebensweise und Lebensstandard, die verachtet, gehasst und bekämpft werden, die nicht mit Wir-haben-uns-alle-gern-Ideologie zu verteidigen sind. Sondern aus einer Position bürgerlicher Stärke heraus, mit kulturellem Selbstbewusstsein – und mit Grenzen. Es geht nicht ohne das Wort, das man kaum noch hört: Nation.
In Deutschland folgen auf islamistische Anschläge jedoch keine Demos gegen Islamismus, sondern anti-nationale Demos „gegen Rechts“. Ihre Demonstranten zeigen mit ihren utopisch-naiven Vorstellungen auf ihren Demo-Schildern: Wer für jeden weltoffen ist, kann nicht ganz dicht sein.
Es ist scheinbar paradox: Der Siegeszug der Open-Borders-Ideologie, die es aus dem linksextremen Milieu bis ins Kanzleramt und ins Innenministerium geschafft hat, vollzog sich erst nach dem 11. September. Deutschland gab sich als Nation in sicheren Grenzen umso entschlossener auf, je wichtiger es gewesen wäre, sich gegen fremde Gefahren zu verteidigen. Mithilfe eines der größten Verbrechen der Weltgeschichte, dem fast 3000 Menschen zum Opfer fielen, gewannen die Linken und Grünen Oberwasser für ihren Antinationalismus. Auf dieser antinationalen Welle gelang es ihnen, eine restriktive, auf gesellschaftlichen Selbsterhalt und nationale Selbstbehauptung bedachte Politik als Forderung „rechter Kulturkämpfer“ zu schmähen – und sich dem gegenüber als „wahre Demokraten“ zu inszenieren.
Deutschland braucht eine Koalition der Willigen
Die meisten Konservativen machten bei diesem bis heute andauernden, weltfremden Spektakel mit. Die Zeit ist reif, es zu beenden, die Bevölkerungsmehrheiten sind dafür da. Die rechtskonservative AfD wird im Osten zur Volkspartei, weil deren Programm die Sorgen um die innere Sicherheit ernst nimmt. Mit dem Scheitern des Migrationsgipfels erhöht sich der Druck auf das links-grüne „Brandmauer“-Konstrukt. Spätestens jetzt, nachdem die Ampelparteien den Plänen der Union eine Absage erteilen, muss sie einsehen, dass für die Rettung der inneren Sicherheit Deutschlands eine Koalition der Willigen gebraucht und gewollt wird; eine Koalition, zu der linke und grüne Parteien nie gehören werden.

1996 schrieb er ein prophetisches Buch: Samuel P. Huntington
Als Student las ich später Samuel P. Huntington und erkannte, dass er mit seiner Kritik gegenüber allem, was in den Medien und auch in meinem Studium der Kulturwissenschaft gepredigt wird, recht hatte: Es gibt einen „Clash of Civilisations“, so der Titel des Historiker-Buches. Ein in blutigen Konflikten mündender „Zusammenprall der Kulturen“ findet statt. Vor unseren Augen. Heute noch mehr als 2017, als ich Huntington las. Dieser Clash hat in Deutschland seit 2015 mehr Opfer als Berliner Mauertote gefordert.
Das Wahnsinnige ist die Gegenwart, zu welcher der 11. September geführt hat. 9/11 war der Anlass für die Deutschen, als Nation nicht etwa vorsichtiger, überlegter, nachdenklicher zu werden, weil jenseits ihrer Grenzen bis dahin vollkommen unterschätzte Bedrohungen des Grauens lauern. Sondern unvorsichtiger und waghalsiger – bis zur Inkaufnahme der nationalen Selbstzerstörung. Mit dieser „Illusionspolitik“ (Henryk M. Broder) muss endlich Schluss sein, die Grenzen müssen geschlossen werden.
Lesen Sie auch:
Sie wollte nur in die Disko! 18-Jährige wurde von einer Gruppe brutal vergewaltigt. Zwei Iraker in U-Haft sind polizeibekannt.
Mehr NIUS:
Keir Starmer kniete für George Floyd, schwieg aber monatelang zu Henry Nowak
Merz’ katastrophale Kommunikation – die große Analyse
Wie die EU mit dem „Democracy Shield“ den Generalangriff auf die neuen Medien plant
Nach Champions-League-Finale: Paris siegt, Paris brennt
Liberal & Remmidemmi: Wie die FDP zurückkommen will, in Köpfe und Parlamente
„Wärmster Sommer seit 2000 Jahren“ – die faulen Tricks hinter den Klima-Superlativen
„Burn the old white men“ soll keine Volksverhetzung sein, weil die Parole sich „nicht gegen einen bestimmten Bevölkerungsteil“ richte
Grüne Klimaideologie: So werden die Menschen in den Entwicklungsländern ärmer
Mehr NIUS:
Nach Champions-League-Finale: Paris siegt, Paris brennt
Liberal & Remmidemmi: Wie die FDP zurückkommen will, in Köpfe und Parlamente
„Wärmster Sommer seit 2000 Jahren“ – die faulen Tricks hinter den Klima-Superlativen
„Burn the old white men“ soll keine Volksverhetzung sein, weil die Parole sich „nicht gegen einen bestimmten Bevölkerungsteil“ richte
Grüne Klimaideologie: So werden die Menschen in den Entwicklungsländern ärmer
3 Millionen Arbeitslose! Zwei Grafiken, die zeigen, dass die Lage noch viel dramatischer ist als gedacht
Ein „Puff für alle” im Lehrplan: Dieses Phänomen ist nicht neu!
Nur 90 Klagen wegen Diskriminierung seit 2020: Warum die Erzählung einer strukturell-diskriminierenden Bundesverwaltung nicht stimmt
Felix Perrefort
Artikel teilen
Kommentare