„Positionen“ sind nicht „gleichwertig“: Von Karin Prien finanzierte Stiftung möchte Theaterstück wegen unliebsamer Meinungen canceln
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Der weit links orientierte Künstler Milo Rau stellt in einem morgen beginnenden Theaterstück an einem steuergeldfinanzierten Theater die Opposition und den „Techno-Faschismus“ vor Gericht. Hierfür lädt er neben linken Kronzeugen auch konservative und bürgerliche Stimmen ein. Die steuerfinanzierte Amadeu Antonio Stiftung kritisiert prompt: Gerade die bürgerlichen Stimmen wären „menschenverachtend“.
Die Amadeu Antonio Stiftung ist erzürnt: Der steuerfinanzierte Theater-Mann Milo Rau – bekannt durch seine Inszenierung von Theaterstücken, in denen auch Personen des öffentlichen Lebens auftreten – lädt für den am städtischen Thalia Theater in Hamburg inszenierten fiktiven Prozess „Prozess gegen Deutschland“ gegen die Alternative für Deutschland nicht nur Linke, sondern auch bürgerliche Stimmen ein.
Neben dem ehemaligen AfD- und DKP-Politiker Robert Farle kritisiert die Amadeu Antonio Stiftung auch die Einladung der Ex-AfD-Abgeordneten Joana Cotar und des Influencers Feroz Khan. Alle diese „Stimmen“ wären „menschenfeindlich & demokratiefeindlich“. Unerwähnt lässt sie: Auch den selbsternannten Rassenforscher Erik Ahrens hat Milo Rau eingeladen – er diente schon dem linken Medienhaus Correctiv als vermeintlicher Kronzeuge gegen die AfD.
2024 erhielt die Amadeu Antonio Stiftung laut Lobbyregistereintrag 7,5 Millionen Euro Steuergeld, insbesondere über die CDU-Familienministerin Karin Prien. Das Hamburger Thalia Theater erhält über den Kernhaushalt der Hansestadt für die Spielzeit 25/26 über 32,7 Millionen Euro, eine Steigerung von fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Am Hamburger Thalia Theater inszeniert Milo Rau ab morgen den „Prozess gegen Deutschland“.
Milo Rau möchte mit dem Stück fragen, ob ein AfD-Verbot „möglich“ ist
Auch die stellvertretende NIUS-Chefredakteurin Pauline Voss hat Milo Rau eingeladen. Er fragt mit dem Stück: „Ist ein Verbot der AfD möglich, ja rechtlich geboten, weil sie ‚aggressiv kämpferisch‘ die Demokratie bedroht? Verstößt sie fortgesetzt gegen das Grundgesetz, indem sie mit allen Mitteln die Meinungsfreiheit ihrer Kritiker*innen bekämpft?“
Rau bezeichnet sein Stück als „juristisch-theatrale Untersuchung“. Es soll auch um den vermeintlichen „Missbrauch des Rechts“ durch den „Techno-Faschismus“, die „MAGA-Propagandawalze des Silicon Valley“ und durch das „mediale Ökosystem rechtsextremer Gehirnwäsche“ gehen. NIUS fragte bei ihm an, was er mit den Begriffen meint. Eine Antwort steht aus. Milo Rau spricht von „unserer Demokratie“ und fragt, ob sie in Gefahr wäre.

2024 und 2025 inszenierte der Theater-Mann Milo Rau die „Wiener Festwochen“.
Nicht-linke Protagonisten sind im linken Kulturbetrieb eine Seltenheit
Im vorwiegend linken bis tendenziell linksradikalen Kulturbetrieb ist es eine Seltenheit, dass ein Künstler auch nicht-linke Personen einlädt, um an den von der Allgemeinheit finanzierten Werken teilzunehmen.
Die Amadeu Antonio Stiftung kritisiert diesen Umstand prompt: Während Personen wie der geladene linke Historiker Volker Weiß „genau wissen, wie akut die Demokratie gefährdet ist, werden auf die gleiche Bühne Leute mit menschenverachtenden, demokratiefeindlichen & verschwörungsideologischen Positionen gestellt.“ Laut der Stiftung würde Rau damit suggerieren, die Positionen von beispielsweise Feroz Khan wären „gleichwertig“ mit denen von Volker Weiß. „Genau das ist das Problem“, erklärt die von Prien geförderte Stiftung.
Mehr NIUS: Regierung fördert erfundenes Nazi-Zitat mit 101.000 Euro Steuergeld
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