In Hotel-Nähe: Explosionen in Damaskus während Macron-Besuch
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Während des Syrien-Besuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron hat es in der Hauptstadt Damaskus zwei Explosionen gegeben. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf das Innenministerium berichtete, wurden dabei 18 Menschen verletzt, darunter vier Polizisten.
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, dass zunächst eine Explosion zu hören gewesen war. Wenige Sekunden später sei in der Nähe des Hotels, in dem Macron nach Angaben der Beobachtungsstelle untergebracht ist, eine zweite, stärkere Detonation zu hören gewesen. Die Explosionen hätten unter den Bewohnern der Stadt Panik ausgelöst.
Auf X kursiert dieses Video, auf dem ängstliche Schreie zu hören sind:
Sprengsatz im Auto und im Müllcontainer
Nach Angaben des Innenministeriums entdeckten Sicherheitskräfte während eines Einsatzes zwei Sprengsätze. Spezialisierte Einheiten hätten daraufhin mit den Vorbereitungen zur Entschärfung begonnen. Die beiden Sprengkörper seien jedoch während der Arbeiten explodiert. Spezialteams hätten anschließend Durchsuchungs- und Sicherheitsmaßnahmen in der Umgebung eingeleitet.

Macron bei seiner Ankunft in Syrien
Ersten Untersuchungen zufolge sei einer der Sprengkörper in einem am Straßenrand abgestellten Auto platziert worden, der zweite in einem Müllcontainer.
Rettungskräfte und Krankenwagen seien umgehend zum Ort des Geschehens gefahren, berichtete die Beobachtungsstelle weiter. Zudem hätten Sicherheitskräfte das umliegende Gebiet abgesperrt.
Macron-Besuch wird fortgesetzt
Macron war am späten Montagabend als erster Staatschef eines EU-Mitgliedslandes seit 2010 zu einem Besuch nach Syrien gereist. Ungeachtet der Berichte über die Explosionen meldete Sana, Macron treffe derzeit im Präsidentenpalast mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa zusammen. Der Pariser Élysée-Palast teilte mit, Präsident Macron gehe es gut. Er befinde sich im syrischen Präsidentenpalast, wo erweiterte Gespräche mit Delegationen beider Länder laufen.
Das Innenministerium erklärte weiter, die Ermittlungen dauerten an, um die Hintergründe des Vorfalls aufzuklären und die Verantwortlichen zu identifizieren. Weiter hieß es, der Explosionsort habe außerhalb des Sicherheitsbereichs der Unterkunft des französischen Präsidenten gelegen und keine direkte Gefahr für die Unterkunft oder das laufende Besuchsprogramm dargestellt. Der offizielle Besuch werde planmäßig fortgesetzt.
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Redaktion
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