Wenn er Ukraine-Hilfen nicht freigibt: Selenskyj droht Orbán mit Gewalt durch seine „Jungs”
Ein Beitrag von
Der Streit um neue EU-Hilfen für die Ukraine erreicht eine neue Eskalationsstufe: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj droht dem ungarischen Präsidenten Viktor Orbán. Sollte er die Hilfe weiterhin blockieren, werde Selenskyj seine Adresse an seine „Jungs“ weitergeben, diese würden ihn anrufen und mit ihm „in ihrer Sprache“ reden.
In einer Ansprache im Anschluss an eine Regierungssitzung sagte Selenskyj: „Wir hoffen, dass eine Person in der Europäischen Union die 90 Milliarden Euro nicht blockieren wird und die ukrainischen Kämpfer Waffen bekommen, andernfalls geben wir die Adresse dieser Person unseren Jungs weiter, auf dass sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer Sprache reden.“
Während Selenskyj „seine Jungs“ erwähnte, schaute er offenbar in Richtung von Kyrylo Budanow, dem ehemaligen Direktor des ukrainischen Geheimdienstes. Seit Januar 2026 ist Budanov Leiter des Präsidialamts der Ukraine. Er ist für kreative Geheimdienstoperationen bekannt, wie den inszenierten Tod des Anführers des Russischen Freiwilligenkorps, der zu einer Zahlung von 500.000 Dollar durch den russischen Geheimdienst an die ukrainische Armee führte, NIUS berichtete.

Selenskyjs politisches Schweizer Taschenmesser: Kyrylo Budanow.
Drohungen gehen „weit über jedes akzeptable Limit hinaus“
Viktor Orbán veröffentlichte auf seinem X-Profil ein Video von Selenskyjs Drohung und kommentierte es mit einer eigenen Einordnung:
„Präsident Selenskyj droht, während die ungarische Opposition sich auf die Seite Kiews und Brüssels stellt. Ihr Plan ist eine pro-ukrainische Regierung, die Ungarns Geld in die Ukraine leitet und uns von billiger Energie abschneidet. Wir werden die Interessen unserer Nation verteidigen. Darauf können Sie sich verlassen“, so Orbán auf X.
„Diese Drohungen und Erpressungen von Selenskyj gehen weit über jedes akzeptable Limit hinaus“, schrieb Orbáns Pressesprecher Zoltan Kovacs auf X.
Es geht um Öllieferungen
Ungarn hält die Auszahlung des EU-Kredits weiter auf, weil durch den Stopp der Öllieferungen über die Pipeline „Druschba“ Streit entstanden ist. Nach Darstellung der Ukraine wurde die Leitung Ende Januar bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Tanklager nahe der westukrainischen Stadt Brody beschädigt. Ungarn und die ebenfalls betroffene Slowakei bezweifeln diese Version jedoch und verlangen, dass eine EU-Expertenkommission die Lage vor Ort überprüft.
Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnte das ab und verwies auf die Einschätzung ukrainischer Fachleute. „Ich denke, dass unser Wort reicht“, sagte er. Mit einer Instandsetzung der beschädigten Infrastruktur sei demnach frühestens ab Mitte April zu rechnen.
Mehr NIUS:
Frankreich: Elf Tote bei Absturz von Kleinflugzeug
EU-Kommission schaltet Klimaanlagen für Mitarbeiter ab: Nur die Chef-Etagen werden noch gekühlt
USA und Iran liefern sich Angriffe – Explosionen am Golf
17-Jähriger von Gruppe Jugendlicher totgeprügelt
Starke Erdbeben in Venezuela: Bis zu 100.000 Todesopfer befürchtet
USA: 450 Jahre Gefängnis für Antifa-Terroristen
Transgender-Abgeordneter in den USA zu 33 Jahren wegen sexueller Ausbeutung von Kindern verurteilt
Gipfel in der Schweiz: Iran unterbricht Verhandlungen mit den USA
Mehr NIUS:
17-Jähriger von Gruppe Jugendlicher totgeprügelt
Starke Erdbeben in Venezuela: Bis zu 100.000 Todesopfer befürchtet
USA: 450 Jahre Gefängnis für Antifa-Terroristen
Transgender-Abgeordneter in den USA zu 33 Jahren wegen sexueller Ausbeutung von Kindern verurteilt
Gipfel in der Schweiz: Iran unterbricht Verhandlungen mit den USA
Großbritannien: Krankenschwester verliert Zulassung nach Facebook-Posts über illegale Einwanderung
Mehrere Schwerverletzte bei Zusammenstoß zweier Züge in England
Trump verspottet Meloni nach G7-Treffen: Italiens Außenminister sagt USA-Reise ab
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare