Zahlreiche Kinder in China erkranken an Lungenentzündung — WHO ist alarmiert
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- In China sind viele Krankenhäuser völlig überfüllt, die Behörden melden einen starken Anstieg von Lungenentzündungen bei Kindern.
- Die Nationale Gesundheitskommission Chinas führt die Zunahme solcher Erkrankungen im Land auf die Verbreitung der Erreger nach Aufhebung der Corona-Maßnahmen zurück.
- Auch in anderen Ländern wie Deutschland hatte es danach besonders starke Wellen von Erkältungskrankheiten gegeben.
Die Bilder von vollen Kinder-Krankenhäusern, die seit Tagen in Chinas sozialen Medien kursieren, sind besorgniserregend. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch berichtete, verzeichnet vor allem die Grippe in Peking einen „steilen Aufwärtstrend”.
Weit verbreitet seien zudem Atemwegserreger wie Rhinoviren und RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus). Auch Mykoplasmen-Infektionen seien in letzter Zeit vermehrt aufgetreten, hätten aber in der Hauptstadt ihren Höhepunkt bereits überschritten. Mykoplasmen sind Bakterien, die vor allem bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Lungenentzündungen verursachen können.
Scenes from hospital after mysterious pneumonia outbreak in China. Children most affected.
— Incognito (@Incognito_qfs) November 23, 2023
This news is giving me pre lockdown vibes 🥲🥲🥲 pic.twitter.com/pGUQ6bAFLl
Heftige Infektionswellen als Nachholeffekt
China hatte während der Corona-Pandemie extrem strenge Restriktionen verhängt. Während der Rest der Welt längst versuchte, mit dem Virus zu leben, verfolgte China noch bis Anfang Dezember eine Null-Covid-Strategie mit Lockdowns, täglichen Massentests, strenger Kontrolle, Kontaktverfolgung und Zwangsquarantäne.
Weil sich das Virus dennoch immer schneller ausbreitete, die Wirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen wurde und es zu Protesten kam, hob Peking die Regeln schließlich abrupt auf. Seither gibt es wie in anderen Ländern auch deutliche Nachholeffekte, also heftige Infektionswellen - nicht nur bei Corona, sondern auch anderen Atemwegserkrankungen.
WHO statement on reported clusters of respiratory illness in children in northern China
— World Health Organization (WHO) (@WHO) November 22, 2023
WHO has made an official request to #China for detailed information on an increase in respiratory illnesses and reported clusters of pneumonia in children.
At a press conference on 13… pic.twitter.com/Jq8TgZjWNX
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist bisher noch unklar, ob die Situation in chinesischen Kliniken mit dem allgemeinen Anstieg von Atemwegserkrankungen — etwa von Corona und Influenza — in China zusammenhängt.
Nun fordert die WHO von China weitere Informationen. China solle zusätzliche Informationen über die Erkrankungen und ihre Ausbreitung sowie Laborergebnisse zur Verfügung stellen, hieß es in einer Mitteilung in der Nacht auf Donnerstag.
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