„Ohne Ausweispflicht“: Linke Volksbühne möchte Gratis-Freibad eröffnen
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Vor der Berliner Volksbühne soll im Sommer ein kostenfreies Freibad entstehen. Der neue Intendant Matthias Lilienthal will zu seinem Amtsantritt den Rosa-Luxemburg-Platz zeitweise in ein „Volksbad“ umwandeln.
Geplant ist ein 25 Meter langes Becken, das von August bis Oktober vor dem Theater aufgebaut werden soll. Der Zugang soll kostenlos sein. Nach Angaben der Volksbühne soll das Bad „gratis und ohne Ausweispflicht“ besucht werden können. Auch eine Pommesbude ist vorgesehen.
Lilienthal verkauft das Projekt nicht nur als Kulturaktion, sondern auch als Kommentar zum Zustand Berlins. Die Volksbühne verstehe unter theatralischen Ereignissen auch Situationen, „wenn zwei Leute sich nass spritzen“, so Lilienthal. Zugleich solle das Becken auf den Verfall öffentlicher Infrastruktur aufmerksam machen.

Matthias Lilienthal, der neue Intendant der Volksbühne
Der Intendant nannte dabei unter anderem Probleme bei Bahnen, Schulen, Universitäten und Schwimmbädern. Man freue sich, den Freibadmangel in Berlin „für zwei Monate ein klein bisschen relativieren“ zu können.
In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Gewalt in deutschen Freibädern. Manche Badeanstalten führten strenge Sicherheitskontrollen und eine Ausweispflicht ein.
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