Weil sie Hausfrauen kritisierte: Prominente Hautärztin kassiert Shitstorm und wird als „Rabenmutter“ beleidigt
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Sie ist eine von Deutschlands bekanntesten Beauty-Influencerinnen, mit vielen Promis vernetzt und ständig im Fernsehen oder in Podcasts zu Gast. Sie hat 637.000 Instagram-Follower und mehr als 7 Millionen Likes auf TikTok. Mit Videos zu Hautpflege und Karriere, aber auch zu Luxusreisen und Partys hat sie den Arztberuf Social-Media-tauglich gemacht: die Hautärztin Dr. Emi Arpa.

Der Ärztin folgen mehr als 600.000 User.
Die Berlinerin mit türkischen Wurzeln gilt als Überfliegerin: schön, schlau und erfolgreich. Sie hat eine eigene Hautpflegelinie und seit acht Monaten einen Sohn. Doch neuerdings hat Dr. Emi Arpa jede Menge Ärger am faltenfreien Hals: Kürzlich postete die 36-Jährige ein Video auf TikTok, in dem sie dazu aufrief, das Hausfrauenleben nicht zu romantisieren. In dem Clip sagt die Dermatologin an ihre Followerinnen gewandt: „Wir sind nicht so weit gekommen, um dann tausend Schritte zurück zu machen.“
Hetzte die Hautärztin gegen Hausfrauen?
Sofort gab es einen Sturm der Entrüstung. Kritikerinnen warfen ihr vor, das Muttersein abzuwerten. Sie sei eine privilegierte Rabenmutter, alles in ihrem Leben drehe sich nur um Luxus und Oberflächlichkeit. Nicht jeder habe einen Partner, die Möglichkeit, zu studieren, oder genügend Geld, um sich Betreuung zu leisten. Sie aber sei ständig unterwegs, anstatt bei ihrer Familie. Immer wieder kommentieren Fans: „Und wo ist Dein Kind?“ Daraufhin erklärte sich die Hautärztin in einem weiteren Video auf TikTok und verwies auf ihre türkische Herkunft, ihren harten Neustart in Deutschland sowie den Rat ihrer alleinerziehenden Mutter: „Mach Dich nie abhängig von einem Mann.“ Sie habe nichts gegen Hausfrauen.
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Kritiker geben sich nicht zufrieden
Das fachte die Empörung noch weiter an. Es hieß, sie drehe den Spieß um und stelle sich als Opfer dar. Auch Männer schalten sich in die Debatte ein. Arpa postete bald darauf ungeschminkt und weinend ein drittes Video, das mit dramatischer Musik unterlegt war: Sie habe sich für andere Frauen und Bildung starkgemacht und die Rollenverteilung hinterfragt. „Vielleicht habe ich nicht 100 Prozent die richtigen Worte getroffen, aber ich glaube, die Message war ganz klar.“ Sie habe das ursprüngliche Video löschen müssen, weil sie es nicht ausgehalten habe. Am schlimmsten seien Nachrichten gewesen, sie möge nie eine Bindung zu ihrem Sohn aufbauen. „Diese Nachrichten kamen von anderen Frauen, gegenüber einer Frau, die nichts anderes wollte, als andere Frauen stark zu machen.“
Ihre meist weiblichen Anhängerinnen haben einen großen Anteil am Erfolg von Dr. Emi Arpa. Doch die Reaktionen auf Social Media sind manchmal schneller als jede Botox-Injektion gegen Sorgenfalten.
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Melanie Grün
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