Vor einer Woche wurde es fertig: Unbekannte beschmieren Ludwig-II.-Denkmal
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Erst vor acht Tagen wurde die Bronzebüste für Märchenkönig Ludwig II., den „Kini“, auf der Münchner Corneliusbrücke eingeweiht: Jetzt prangen rote Schmierereien daran: „FCK KINI“ ist auf dem Sockel zu lesen, dazu „1312“ – ein Zahlencode, der für „All Cops are Bastards“ steht. Auch auf den umliegenden Steinen finden sich Schmierereien.

Schandfleck statt Sehenswürdigkeit: das neue Denkmal für den Märchenkönig.
Jetzt setzt SPD-Stadtrat Roland Hefter eine Belohnung von 1000 Euro für die Täter aus.
„Manchmal muss man sich wirklich schämen für ein paar Leute, die in unserer Stadt wohnen“, wütet Hefter auf Facebook: „Es ist so furchtbar, so geht man nicht mit Kunst um – da könnte ich kotzen!“

Initiator Dietmar Holzapfel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bei der Einweihung
„Eine feige Drecksaktion“
Der Anschlag sei „eine feige Drecksaktion“, es sei deutlich erkennbar, „aus welcher Richtung“ die Schmierereien kämen. Hefter weiter: „Wenn einer weiß, wer das war, der geht zur Polizei.“
Dabei war die Büste ein Herzensprojekt von Dietmar Holzapfel, dem Chef des legendären Gasthauses mit Schwulensauna „Deutsche Eiche“. Gegenüber der Münchner Abendzeitung sagt er: „Ich bin so frustriert. Ich habe über zwölf Jahre lang darauf hingearbeitet, dass dieses Denkmal entsteht – und dann sieht es nach einer Woche gleich so aus.“
Holzapfel, der 150.000 Euro Privatvermögen beigesteuert hat, hatte sich eine Video-Überwachung und Beleuchtung gewünscht, nachdem das Denkmal bereits im Frühjahr beschädigt worden war. Dies sei aber abgelehnt worden: „Aus Datenschutzgründen und zum Schutz irgendwelcher Fledermäuse“, so Holzapfel.
König Ludwig II. ließ Schlösser wie Neuschwanstein und Linderhof erbauen, die absolute Touristenmagneten sind. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Sachbeschädigung eingeleitet.
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Melanie Grün
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