Weil sie Araber und Türken als „größte Gefahr” für Juden bezeichnete: Kölner Theater sagt Auftritt von Autorin Mirna Funk ab
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Das Comedia-Theater in Köln gibt sich weltoffen: Regenbogen im Instagram-Profil, Workshops gegen Einsamkeit und Ausgrenzung – alles weitgehend steuerfinanziert. Hier sollte die Kolumnistin und Buchautorin Mirna Funk am 12. Juni im Rahmen einer Philosophieshow auftreten. Doch das Theater sagte den Auftritt ab. Der Grund: Die Autorin passe nicht zum Verhaltenskodex der Bühne.
Geplant war ein Gespräch mit der Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Lechner über Körperbilder und weibliche Selbstbestimmung. Doch daraus wurde nichts. Das Event wurde verlegt, weil das Comedia-Theater Mirna Funk nicht auftreten lassen wollte. Manuel Moser, der künstlerische Leiter und zweite Geschäftsführer des Theaters, sagte dem Kölner Stadtanzeiger, mehrere ihrer Äußerungen seien pauschalisierend und bestimmten Menschengruppen gegenüber diskriminierend. Konkret geht es unter anderem um eine Welt-Kolumne Funks vom Dezember 2024.
Darin schrieb die 45-Jährige:
„Denn unabhängig von der Tatsache, dass die Deutschen keine Araber brauchten, um sechs Millionen Juden zu ermorden, kommt die größte Gefahr für die jüdische Community aktuell von den in Deutschland lebenden Arabern, Türken und ihren deutschen Warmduscher-Freunden, die sich im Zuge der BLM-Bewegung das Ziel gesetzt haben, die besten Allies aller Zeiten zu werden. ,By all means necessary.‘ Mit allen Mitteln sozusagen.“

Mirna Funk pendelt zwischen Tel Aviv und Berlin.
„Im Namen der Meinungsfreiheit gecancelt“
Die Seite „Ruhrbarone“ schreibt: „Hätte sie gesagt, nicht Türken, Araber und deren deutsche Warmduscher-Freunde seien eine Gefahr für Juden, sondern Männer, hätte sie wohl in der Comedia auftreten können.“
Mirna Funk selbst meldet sich jetzt mit einer neuen Welt-Kolumne zu Wort. Der Titel: „Wie ich im Namen der Meinungsfreiheit gecancelt wurde.“
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Melanie Grün
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