Unternehmer leiden unter den Spritpreisen: „Bis Hilfe ankommt, sind die Ersten pleite“
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Noch immer leiden die Bürger unter den hohen Spritpreisen. 2 Euro muss der Deutsche an den Tankstellen mindestens aufwenden, wenn er einen Liter Diesel oder Benzin kaufen möchte. Besonders hart treffen die Preise Unternehmer, die beruflich auf günstigen Sprit angewiesen sind: Taxifahrer, Spediteure oder auch Landwirte. Wie lange halten sie die explodierenden Kosten noch aus?
NIUS hat bei Berliner Unternehmern nachgefragt.
Es geht wieder aufwärts: Nachdem sich der Spritpreis seit Ostern langsam wieder absenkte, ist der Trend nun wieder gestoppt. Die Preise für Öl schnellen wieder in die Höhe, die von der Regierung angekündigten Tankrabatte greifen erst im Mai – wenn sie denn überhaupt zu einer spürbaren Entlastung an der Zapfsäule führen werden. Die Unternehmer, mit denen NIUS in Berlin spricht, fordern jedoch genau das: niedrigere Preise und ein schnelleres Handeln der Regierung.
Sehen Sie hier, was die Unternehmer sagen:
Die Preise machen auch vor den Erfahrensten keinen Halt: Die 70-jährige Karin Pfohl, die bereits jahrzehntelang als angestellte Taxifahrerin angestellt war, machte sich vor zwei Monaten erst als Taxifahrerin selbstständig. Die Eskalation im Nahen Osten und die daraus resultierenden Preissprünge haben ihr einen harten Wiedereinstieg in den Beruf beschert, ihr Verdienst fällt nun noch schmaler aus. „Vorher habe ich für 1,70 Euro getankt, zwischenzeitlich waren es 2,38 Euro“, berichtet sie.

Ob die Preise in den nächsten Wochen wieder unter zwei Euro sinken werden? Aktuell zeigt der Preispfeil eher nach oben.
Noch höher ist der Kraftstoffverbrauch bei Joachim Mendler vom Milchhof Mendler. Seine Landmaschinen müssen mit Diesel versorgt werden, ebenso wie seine Kühe und Rinder mit frischem Futter. Besonders aktuell, da die Felder bestellt werden müssten und der Spritverbrauch überdurchschnittlich steige, sei der Preisschock schmerzhaft, berichtet er. Doch er müsse durchhalten und könne nicht sagen: „Nur weil der Sprit teuer ist, heben wir die Preise an“, so der Landwirt.
„CO2- und Energiesteuer senken“
Auch bei der Spedition SST GmbH sind die Kosten in den vergangenen Wochen angestiegen. Geschäftsstellenleiter Sven Thiele-Falk schlägt im Interview mit NIUS daher vor, nicht nur die CO2-Steuer zu senken, sondern auch die Energiesteuer. „Es müssen von der Regierung bessere Lösungen geschaffen werden für die Unternehmer“, sagt er. Aber auch für die Arbeitnehmer: „Die haben ja ebenso relativ hohe Kosten.“
Auch Andreas Niemeier, Vermieter von Baumaschinen und Geräten für den Eventbereich, ist unzufrieden: „Man wird im Grunde mit dem Problem allein gelassen“, findet er. Wer größere Strecken fahre, müsse sich am Ende eingestehen: „Da bleibt nichts mehr übrig.“ Niemeier fordert deshalb, den Spritpreis zu deckeln: „Das wäre das Einzige, was jetzt sofort helfen würde.“
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Eric Steinberg
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