„Ich lasse mir doch mein Leben nicht von diesen grünen Idioten kaputt machen!“
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Manche Sätze sind so einfach und doch so tief. Ich finde, der Satz von Ingo Langner, Chefredakteur des politischen Magazins Cato, ist so einer. Er rief ihn fast wütend ins Mikrofon, als er zu Gast war bei NIUS Live. Er lautete: „Ich lasse mir doch mein Leben nicht von diesen grünen Idioten kaputt machen!“
Dieser Satz fiel, als die NIUS-Live-Runde gerade über Trumps Ankündigung diskutierte, Plastik-Strohhalme in den USA wieder zu erlauben. Ingo Langner sagte noch: „Plastikdeckel, die an Wasserflaschen festmontiert sind, weil die EU sich das so ausgedacht hat, schneide ich einfach mit einer Schere durch. Dann kann ich wenigstens in Ruhe trinken.“
Mein gesunder Menschenverstand jubelt: Endlich sagt mal einer, was Millionen Menschen denken (das behaupte ich jetzt einfach mal). Und natürlich kann man über das Wort „Idioten“ streiten. Oder auch über „grüne Idioten“. Aber in der Sache hat der kluge Journalist recht, finde ich. Was für ein Irrsinn mit den Plastikflaschen. Jeder hat sich schon bekleckert oder den Gastgeber besprüht. Versuchen Sie mal, sich eine Weißweinschorle mit einer Hand zu mixen – das muss daneben gehen, im wörtlichen Sinne. Es kann übrigens auch eine Apfelschorle sein, für die Anti-Alkoholiker unter uns.

Der Strohhalm wird zum Politikum.
„Diese Dinger funktionieren nicht“
Und nun schauen wir nach Washington, und wir Umweltskeptiker freuen uns. Präsident Trump sorgt dafür, dass die Plastik-Strohhalme zurückkehren. Joe Biden hatte sie abgeschafft. Eine nationale Strategie soll die Verwendung von Papierstrohhalmen beenden. Dafür unterzeichnete Trump eine Exekutivanordnung. Er hatte schon länger gegen die Alternative aus Papier gewettert. „Diese Dinger funktionieren nicht“, erklärte der 78-Jährige. „Sie gehen kaputt, sie explodieren.“ Der Präsident sagte, er halte es für „in Ordnung“, Plastik wieder zu verwenden. „Ich glaube nicht, dass Plastik den Haien viel anhaben kann, wenn sie sich ihren Weg durch den Ozean knabbern“, sagte er bei der Ankündigung im Weißen Haus.
Wer bei uns versucht, ein bekanntes Orangen-Getränk, das man nur mit einem Strohhalm trinken kann, mit einer wackligen Papier-Rolle zu trinken, weiß es: Es funktioniert meist nicht, oder nur schwer. Das Papier zerbröselt, das Getränk läuft aus, gern aufs Hemd oder auf den Autositz des Nachbarn. Wer weiß: Vielleicht schließt sich die EU der neuen Trump-Verordnung an. Schön wäre es, aber wer vermag daran zu glauben?
Um es hier auch deutlich zu sagen: Natürlich ist es bedenklich, wenn immer mehr Plastik in unseren Meeren schwimmt. Da Mikroplastik nicht vollständig abgebaut wird, tauchen Reste davon in Mägen von Fischen, Vögeln und anderen Tieren auf. Aber Trump wägt eben ab: Geht eine Verordnung Millionen Menschen auf die Nerven, muss man entscheiden: Wie groß ist der Schaden für die Umwelt, wie groß ist der Schaden für uns Menschen.
Ich finde, er hat eine kluge Wahl getroffen.
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