Baden-Württemberg: Cem Özdemir zum Ministerpräsidenten gewählt
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Cem Özdemir ist neuer Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Der Grünen-Politiker wurde im Stuttgarter Landtag zum Regierungschef gewählt und folgt damit auf Winfried Kretschmann, der nach 15 Jahren an der Spitze des Landes aus dem Amt scheidet.
Für Özdemir stimmten 93 Abgeordnete, 26 Parlamentarier votierten gegen ihn, 4 enthielten sich. Die grün-schwarze Koalition verfügt im Landtag eigentlich über 112 Stimmen. Özdemir ist damit nach Kretschmann der zweite grüne Ministerpräsident in Deutschland. Zugleich ist seine Wahl historisch: Er ist der erste Regierungschef eines Bundeslandes mit türkischen Wurzeln.
Vor der Abstimmung hatte die AfD-Fraktion den CDU-Landeschef Manuel Hagel als Gegenkandidaten vorgeschlagen. Hagel soll in der neuen Landesregierung Vizeregierungschef werden. Er erhielt bei der geheimen Wahl 34 Stimmen. Die AfD-Fraktion zählt 35 Abgeordnete.
Özdemir führt künftig eine weitere grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg. Grüne und CDU regieren dort bereits seit zehn Jahren zusammen. Bei der Landtagswahl am 8. März wurden die Grünen mit 30,2 Prozent knapp stärkste Kraft, die CDU folgte mit 29,7 Prozent nur knapp dahinter. Im neuen Landtag kommen beide Parteien jeweils auf 56 Mandate.
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