Jordan Bardella distanziert sich von AfD und lobt Merz für Migrationspolitik
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Der Vorsitzende des französischen Rassemblement National, Jordan Bardella, hat sich von der AfD distanziert. „Viele Positionen der AfD sind mit unseren Grundsätzen unvereinbar“, sagte Bardella in einem Interview mit der FAZ. „Wir hatten politische Meinungsverschiedenheiten, die wir klar zum Ausdruck gebracht haben. Die AfD sitzt nicht mit uns in einer Fraktion und ist auf europäischer Ebene kein Bündnispartner.“
Bardella warf der AfD eine „extreme Rhetorik in historischen Fragen“ vor. Zudem habe die Partei einen „europafeindlichen Flügel, der einen EU-Austritt fordert“. Das sei nicht die Position des Rassemblement National. Immerhin sei es der AfD gelungen, die Union zu einer Umkehr in der Migrationspolitik zu bringen.

Marine Le Pen und Jordan Bardella stehen derzeit mit ihrer Partei in den Umfragen ganz oben.
„In der Migrationspolitik stimme ich mit dem Bundeskanzler überein“
Gerade in diesem Bereich fand der 30-Jährige lobende Worte für die Union. „In der Migrationspolitik stimme ich mit dem Bundeskanzler überein.“ Deutschland habe Grenzkontrollen eingeführt, „die einen abschreckenden Effekt haben“. Frankreich und Deutschland „könnten in dieser Frage mit der Unterstützung Italiens neue Kooperationen ins Auge fassen“.
Frankreich strebe „eine restriktive Wende in der Einwanderungspolitik an“, so der RN-Parteichef. Geht es nach dem Willen von Bardella, sollen künftig Asylanträge in den Botschaften der Herkunftsländer bearbeitet werden. Zudem müssten „ausländische Straftäter systematisch ausgewiesen werden“. Bardella will deshalb „als Erstes ein Referendum zur Einwanderung organisieren und eine Bevorzugung der französischen Staatsbürger bei Sozialhilfen einführen“.
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