Zugriff in Berliner Gartenlaube! Polizei erschießt Attentäter Abdul Rahman Ballout
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Nach dem islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist der Tatverdächtige Abdul Rahman Ballout bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Das bestätigte die Senatsinnenverwaltung. Die Gartenlaube, in der Ballout erschossen wurde, soll seinem Vater gehören.
Demnach umstellten Spezialkräfte der Polizei eine Gartenparzelle, bevor sie zugriffen. Nach Informationen von Bild soll Ballout die Einsatzkräfte bei dem Zugriff mit einer Stichwaffe angegriffen haben. Die Polizisten eröffneten daraufhin das Feuer. Der 21-Jährige wurde getroffen und erlag seinen Verletzungen um 18:34 Uhr.
Gegenüber Bild schilderten Zeugen, dass sie beim Zugriff in der Berliner Gartenlaube zwei Salven mit je vier Schüssen im Abstand von wenigen Minuten gehört haben. Weitere Zeugen berichteten dem Blatt, dass die Polizeikräfte bereits gegen 15 Uhr Stellung rund um die Kleingartenanlage bezogen und das Gelände weiträumig absperrten. Gegen 18 Uhr sei der Zugriff erfolgt.

Abdul B. (Foto: Polizei Berlin)
Bei dem Angriff am Samstagabend mit dem Auto sowie anschließend mit einer Machete wurde laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Frau getötet, 29 Menschen wurden verletzt. Sie befanden sich laut Polizei am Nachmittag nicht mehr in Lebensgefahr.

Mit diesem weißen Van soll Ballout in die Menschenmenge gerast sein.
Öffentliche Fahndung
Am Morgen hatte die Polizei ein Foto veröffentlicht, mit dem sie nach dem 21 Jahre alten Abdul Rahman Ballout fahndete. Der mutmaßliche Täter hat sich Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zufolge radikalisiert und gehört der islamistischen Szene an, wie Dobrindt sagte. Der Mann sei schon in der Vergangenheit „auffällig“ geworden. Dobrindt sprach von einem „hohen Maß von Straftaten“ und einer „islamistischen Radikalisierung“ des 21-Jährigen.

Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr stehen am Straßenrand nahe der Kleingartenkolonie in Spandau.
Im vergangenen Jahr versuchte Abdul Rahman Ballout laut Berliner Generalstaatsanwaltschaft mehrfach, sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen.

Polizisten dringen in die Gartenlaube vor.
In der Vergangenheit sei der Beschuldigte zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, sagte der Innenminister. Dagegen habe die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt. In der Verhandlung hatte sich Ballout laut Generalstaatsanwaltschaft „überwiegend geständig“ gezeigt und vom IS distanziert.
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