1 Milliarde Euro für Integrationskurse, nur jeder Dritte schließt ab
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Die Bundesregierung hat 2025 über 1,06 Milliarden Euro für die Durchführung von Integrationskursen ausgegeben. Nur etwa ein Drittel der Teilnehmer hat die Kurse erfolgreich abgeschlossen.
409.785 Teilnehmer beendeten im Jahr 2025 einen Integrationskurs. Von diesen schlossen aber nur 157.864 mit Erfolg ab. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervor.
Nur 38,5 Prozent der Austritte aus Integrationskursen sind demnach auf eine erfolgreiche Teilnahme zurückzuführen. Lediglich etwas mehr als ein Drittel der Teilnehmer beendete die Kurse erfolgreich.
Im Haushaltsplan des Innenministeriums sind die Kosten für die Durchführung von Integrationskursen im Jahr 2025 mit 1,06 Milliarden Euro ausgewiesen.

Somalier haben die niedrigste Erfolgsquote
Besonders Iraker, Türken und Afghanen fielen mit Erfolgsquoten unterhalb des Durchschnitts auf. Die niedrigste Erfolgsquote hatten Somalier mit 21,1 Prozent.
Ukrainer lagen als größte Gruppe unter den Teilnehmern der Integrationskurse mit einer Erfolgsquote von 39,9 Prozent leicht über dem Durchschnitt. Auch hier schloss aber nicht einmal jeder Zweite erfolgreich ab.
Der Anteil der erfolgreichen Kursaustritte ist rückläufig und sank von 42,8 Prozent im Jahr 2023 auf besagte 38,5 Prozent im letzten Jahr.
Der Integrationskurs dient dem Erwerb von Sprachkenntnissen auf dem Niveau B1, das laut Definition vorsieht, mehr als nur einzelne Worte und Sätze zu beherrschen und selbstständige Deutschkenntnisse zu entwickeln.

Eine Lehrerin unterrichtet im Rahmen eines Integrationskurses Migranten.
Beim Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ), der Teil der Integrationskurse ist, konnten den Test auf B1-Niveau von 318.550 Teilnehmern nur 175.193, also nur etwas mehr als jeder Zweite, erfolgreich abschließen.
Die Zahl der neuen Teilnehmer an den Integrationskursen ist rückläufig. Gab es 2024 und 2023 jeweils etwa 363.000 Kurseintritte, waren es 2025 nur noch etwa 307.000.
AfD fordert, Migranten sollten die Kosten für die Integrationskurse selbst tragen
René Springer, Sprecher für Arbeit und Soziales der AfD-Bundestagsfraktion, erklärt gegenüber NIUS: „Die Integrationskurse sind ein milliardenteurer Flop! Sie sind ein Spiegelbild der deutschen Migrationspolitik seit 2015: kopflos, stümperhaft und teuer.“
Er fordert: „Das gesamte Konzept der Integrationskurse muss auf den Prüfstand gestellt werden. Spracherwerb ist eine Bringschuld der Migranten.“ Die Kosten für Integrationskurse sollten daher die Migranten selbst tragen.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer hält die Integrationskurse für ein „Spiegelbild der Migrationspolitik“.
Im Februar verhängte das dem Innenministerium unterstehende Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen teilweise Zulassungsstopp zu den Integrationskursen für Migranten, die etwa eine Duldung haben.
Der Bundesrat hat nun auf Initiative der SPD-regierten Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz einen Entschließungsantrag verabschiedet, der die Bundesregierung dazu auffordert, den Stopp zurückzunehmen.
Mehr NIUS: Migration: Keines der Probleme ist tatsächlich gelöst
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