Kretschmer kritisiert AfD-Strategie: „Das bloße Ausgrenzen bringt nichts“
Ein Beitrag von
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kritisiert den aktuellen Umgang mit der AfD. In einem Interview mit dem Spiegel äußert er deutliche Zweifel daran, dass die sogenannte Brandmauer allein den Aufstieg der Partei stoppen kann.
„Wir wissen: Das bloße Ausgrenzen bringt nichts“, sagt Kretschmer. Entscheidend sei, das Vertrauen der Bürger in die Demokratie und die Lösungskompetenz der Politik zurückzugewinnen. Viele Menschen hätten sich von den etablierten Parteien abgewandt und glaubten nicht mehr daran, dass ihre Probleme gelöst würden.
„Gerade brennt überall die Brandmauer durch“
Besonders deutlich wird der CDU-Politiker beim Thema Brandmauer. Zwar müsse verhindert werden, dass die AfD „in Macht und Verantwortung“ komme. Zugleich warnt er aber: „Die Brandmauer verzögert die Entwicklung aber nur, sie verschafft uns Zeit, aber sie löst kein Problem.“ Und weiter: „Gerade brennt überall die Brandmauer durch.“

Kretschmer mit seinem Parteikollegen Bundeskanzler Merz bei dessen Antrittsbesuch in der sächsischen Staatskanzlei im Oktober 2025. Aktuell übt der CDU-Ministerpräsident ernste Kritik an der Arbeit der Bundesregierung.
„Resultat schlechter Politik“
Als Ursache für den Erfolg der AfD sieht Kretschmer vor allem Fehler der etablierten Politik. „Der Erfolg der AfD ist auch das Resultat einer schlechten Politik“, sagte er. Viele Bürger wählten die Partei aus Enttäuschung und dem Gefühl heraus, auf politische Entscheidungen keinen Einfluss mehr zu haben.
Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließt Kretschmer dennoch aus. Mit Blick auf die Partei sagte er, dort hätten Rechtsextremisten wie Björn Höcke das Sagen. „Das können für uns niemals Partner sein.“
Mehr NIUS:
Aus Angst vor einer AfD-Regierung: Innenminister planen neue deutsche Sicherheitsarchitektur
„Lang lebe Stalin!“: Führende Linksjugend-Mitglieder verherrlichen Diktator und DDR
Showdown der „politischen Mitte“: Bis Ende Juni will die Koalition ihr Reformpaket vorlegen
Zoff um Reform der Einkommensteuer: Union wirft Finanzminister Klingbeil Tricksereien vor
Dobrindt für Kürzung des Bürgergeld-Regelsatzes: „Derzeit zu hoch“
Bildungsbericht 2026: Mehr Einwanderung, schwächere Mathe-Leistungen, weniger Sprachkurse
Justizministerin Hubig möchte Gesinnungsprüfung für Gerichtsschöffen
Neuer Koalitionsstreit um EU-Gehaltsrichtlinie! Unionsfraktion fordert: Kanzler Friedrich Merz soll neue Bürokratie-Offensive stoppen
Mehr NIUS:
Zoff um Reform der Einkommensteuer: Union wirft Finanzminister Klingbeil Tricksereien vor
Dobrindt für Kürzung des Bürgergeld-Regelsatzes: „Derzeit zu hoch“
Bildungsbericht 2026: Mehr Einwanderung, schwächere Mathe-Leistungen, weniger Sprachkurse
Justizministerin Hubig möchte Gesinnungsprüfung für Gerichtsschöffen
Neuer Koalitionsstreit um EU-Gehaltsrichtlinie! Unionsfraktion fordert: Kanzler Friedrich Merz soll neue Bürokratie-Offensive stoppen
Berlin zahlt trotz Islamismus-Vorwürfen jährlich 135.000 Euro an „Islamic Relief“
So kam es zu der brisanten Szene: CDU-Mann scherzte mit AfD-Siegmund über das kaputte „Altparteienmikro“
So viele Asylbewerber wurden in Bayern zu gemeinnütziger Arbeit verpflichtet
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare