Deutschland nimmt die zweitmeisten Flüchtlinge auf
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Deutschland beherbergt nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR nach Kolumbien die meisten Flüchtlinge. Dem aktuellen Jahresbericht zufolge leben in der Bundesrepublik 2,7 Millionen Flüchtlinge. Nur Kolumbien liegt mit 2,8 Millionen Menschen knapp vor Deutschland – dort handelt es sich allerdings fast ausschließlich um Flüchtlinge aus dem Nachbarland Venezuela.

Insgesamt lebten Ende 2025 weltweit 35,6 Millionen Flüchtlinge und „Menschen in flüchtlingsähnlichen Situationen“. Nach UNHCR-Definition umfasst diese Zahl 27 Millionen Menschen mit Flüchtlingsstatus nach der Genfer Konvention, 7,2 Millionen Personen mit anderen internationalen Schutzformen sowie 1,5 Millionen Menschen in „flüchtlingsähnlichen Umständen“.

Flüchtlinge nach der Ankunft in einer Erstaufnahme-Einrichtung in Eisenhüttenstadt
Rückgang bei den syrischen Flüchtlingen durch Einbürgerung
Die größte Gruppe der in Deutschland lebenden Flüchtlinge stellen Ukrainer mit 1,2 Millionen Menschen. Hinzu kommen 668.600 Syrer und 288.300 Afghanen. Während die Zahl der Afghanen im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent stieg, ging die Zahl der Ukrainer um drei Prozent und die der Syrer um acht Prozent zurück.
Der Rückgang bei den syrischen Flüchtlingen bedeutet allerdings nicht, dass viele Menschen das Land verlassen haben. Vielmehr werden zahlreiche Syrer eingebürgert oder erhalten andere Aufenthaltstitel und gelten nach der UNHCR-Statistik nicht mehr als Flüchtlinge. Gleichzeitig kamen im laufenden Jahr rund 4800 neue syrische Asylbewerber nach Deutschland, während nur wenige Tausend ausreisten.
Hinter Deutschland folgen die Türkei mit 2,4 Millionen Flüchtlingen, Uganda mit 1,9 Millionen, der Iran mit 1,7 Millionen, Tschad mit 1,5 Millionen und Pakistan mit 1,3 Millionen. In der Türkei sank die Zahl der aufgenommenen Flüchtlinge laut UNHCR binnen eines Jahres um 19 Prozent – vor allem wegen „erheblicher freiwilliger Rückkehrbewegungen“ syrischer Flüchtlinge.
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