1000-Euro-Prämie: Jedes dritte Unternehmen will sie sicher auszahlen - Exklusive Insa-Umfrage
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Die Koalition hat eine steuerfreie Entlastungsprämie von 1000 Euro vorgeschlagen. Doch wie viele Unternehmen wollen diese Prämie überhaupt an ihre Beschäftigten überweisen?
Eine exklusive Insa-Umfrage im Auftrag von NIUS macht deutlich, dass viele Arbeitgeber noch immer zweifeln, ob sie die finanzielle Zugabe an ihre Beschäftigten tatsächlich auszahlen können oder wollen. Gleichzeitig lehnt nur jeder 6. Unternehmer die Prämie grundsätzlich ab.
Gegenüber Insa gaben 32 Prozent der Unternehmen an, sie würden die Prämie sicher auszahlen. 44 Prozent antworteten mit „ja, vielleicht“. Somit können sich 3 von 4 Unternehmen mindestens grundsätzlich vorstellen, die Prämie auszuzahlen. Nur 17 Prozent der Unternehmen lehnen die Prämie ab. 7 Prozent wussten keine Antwort. Für die Umfrage wurden vom 15. bis zum 17. April 1000 Unternehmen ab 18 Jahren befragt.

Je jünger die Befragten, desto höher die Zustimmung
Damit ist „ja, vielleicht“ die mit Abstand häufigste Antwort. Eine feste Zusage zur Auszahlung macht nicht einmal ein Drittel der befragten Unternehmen.

Bei den Altersgruppen zeigt sich ein differenziertes Bild auf die Frage: „Wird in Ihrem Unternehmen davon Gebrauch gemacht?“ Bei den 18- bis 29-Jährigen sagten 42 Prozent „ja, sicher“ und 44 Prozent „ja, vielleicht“. Je älter die Befragten jedoch waren, desto größer wurde die Ablehnung für die 1000-Euro-Prämie. Bei den 60- bis 69-Jährigen waren es 44 Prozent, die mit „nein“ stimmten.

Unter den Unternehmen, die die Prämie nicht zahlen wollen, nennen 63 Prozent die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als Grund. 27 Prozent verweisen auf andere Prioritäten für verfügbare Mittel, etwa Investitionen oder Kostensicherung. 17 Prozent nennen bereits bestehende oder geplante alternative Zusatzleistungen für Mitarbeiter.
Die von der Koalition geplante steuerfreie Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro für Beschäftigte stößt bei Arbeitgebern auf deutlichen Widerstand. Viele Selbstständige kritisieren, dass die Politik die Kosten für solche Entlastungen auf die Unternehmen abwälzt – und das in einer Phase, in der viele Betriebe ohnehin unter der schwierigen wirtschaftlichen Lage leiden.
„Da platzt mir wirklich auch der Kragen“, beschwerte sich etwa Christoph Ahlhaus, Vorsitzender des Mittelstandverbands BVMV. Es sei eine „Unverschämtheit“ in diesen Zeiten, so eine Idee auf den Weg zu bringen. Die Bundesregierung bringe damit „Unfrieden und Ärger“ in die Betriebe.
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