Neue Zahlen: Nicht mal jeder fünfte Deutsche vertraut den Parteien
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Das Misstrauen gegenüber den politischen Institutionen in Deutschland wächst weiter – besonders hart trifft es die Parteien. Nach neuen Zahlen aus einer Allensbach-Umfrage vertraut nur noch ein Bruchteil der Bevölkerung den etablierten Kräften im Parteiensystem. Gerade einmal 17 Prozent der Bürger geben an, den Parteien „sehr“ oder „ziemlich“ zu vertrauen. Auch gegenüber anderen staatlichen Institutionen ist das Vertrauen deutlich gesunken. Zuerst berichtete die FAZ.
Die neuen Zahlen der Allensbach-Umfrage für 2025 zeichnen ein deutliches Bild einer politischen Öffentlichkeit, die sich zunehmend von ihren Institutionen entfremdet. Nicht nur den Parteien wird massiv misstraut:
- Nur 17 Prozent der Bevölkerung vertrauen noch den etablierten Parteien
- Nur noch 22 Prozent vertrauen den Medien
- 28 Prozent der Bundesregierung
- 36 Prozent dem Bundestag
- 42 Prozent dem Bundesrat
Selbst das traditionell hoch angesehene Bundesverfassungsgericht, das mit 63 Prozent weiterhin deutlich besser dasteht als alle anderen Institutionen, verliert an Boden – 2021 vertrauten ihm noch 81 Prozent der Bevölkerung.
Vertrauen sinkt seit Corona-Pandemie
Die Zahlen zeigen eine klare Entwicklung: Seit der Corona-Pandemie sinkt das Vertrauen in nahezu alle Institutionen. In den 2000er-Jahren war es ähnlich niedrig, erholte sich dann jedoch deutlich – bis die politische und gesellschaftliche Verunsicherung der vergangenen Jahre wieder durchschlug.
Parallel zum Vertrauensverlust sinkt auch das politische Interesse an zentralen Entscheidungsorganen:
- Nur 23 Prozent interessieren sich stark oder sehr stark für Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts.
- Für den Bundesrat sind es nur 27 Prozent.
- Für die Bundesregierung immerhin 60 Prozent, für den Bundestag 50 Prozent.
Parteienvertrauen auf historischem Tiefpunkt
Im Gesamtbild ist auffällig, wie stark sich die Parteien vom gesellschaftlichen Vertrauen entkoppelt haben. Mit 17 Prozent liegen sie nicht nur am Ende der Skala – der Abstand zu allen anderen Institutionen ist enorm. Selbst Medien und Bundesregierung, die ebenfalls massiv Vertrauen eingebüßt haben, liegen spürbar höher.
Für eine repräsentative Demokratie birgt das ein strukturelles Risiko. Denn die Parteien sind das Fundament politischer Willensbildung – ohne gesellschaftliche Akzeptanz verlieren sie ihre Bindekraft.
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