Brigitte Bardot mit 91 Jahren gestorben
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Die französische Schauspielerin Brigitte Bardot ist mit 91 Jahren am 28. Dezember 2025 verstorben. Das teilte ihre Stiftung am Sonntag mit.
„Die schönste Frau des 20. Jahrhunderts“, so schreibt es die französische Zeitung Le Figaro, drehte 56 Filme und zog sich bereits mit 40 Jahren aus der Branche zurück – das war im Jahr 1973. Seitdem widmete sie sich mit einer Stiftung voll und ganz dem Tierschutz. Die französische Tageszeitung schreibt dazu in ihrem Nachruf:
„Wer würde es wagen zu behaupten, es habe im 20. Jahrhundert eine schönere Frau gegeben als sie? Eine sinnlichere, strahlendere Frau, eine Frau mit der anmutigen Eleganz einer Elfe – der klassische Tanz hatte ihr eine aristokratische Figur verliehen –, eine Frau mit einem idealen Körper, voller Kurven und üppiger Anmut, eine Frau mit der Ausstrahlung einer Königin, eine magnetische Frau, die Männer und Frauen gleichermaßen instinktiv faszinierte – denn Frauen liebten Brigitte Bardot, und Generationen ahmten sie nach. Eine Frau mit kindlichem Charme und katzenhaftem Gesicht – am Ende ihres Lebens ähnelte sie einer wunderschönen Perserkatze mit breitem Gesicht, kurzer Nase und durchdringendem Blick – eine unwiderstehliche Frau mit ihren vollen Lippen und ihrem schelmischen Lachen. Eine Traumfrau, die viele Männer verzauberte, von Roger Vadim bis Serge Gainsbourg, darunter Jean-Louis Trintignant, Sami Frey, Jacques Charrier, Günter Sachs und viele andere. Bis sie mit Bernard d’Ormale, den sie 1992 heiratete, den Frieden eines Lebens abseits des Rampenlichts und der Kameras fand.“

Bardot im Jahr 2006
Die Schauspielerin wusste früh, wohin sie wollte, und scheute auch vor uncharmanten Rollen nicht zurück. Mit „Und immer lockt das Weib“ gelangte die Französin zu Weltruhm. In „Die Verachtung“ (frz. Le Mépris) spielte sie nach eigenen Angaben eine „hinreißende Idiotin“. Plötzlich richteten Frankreich und bald die ganze Welt ihre Augen nur noch auf Brigitte Bardot.
„Ein wilder, animalischer, freier Körper bricht auf der Leinwand hervor“, schrieb der legendäre französische Filmkritiker Jean Douchet damals. „Sie untergräbt und revolutioniert die gesellschaftlichen Normen in Frankreich und der Welt.“ Frauen in ganz Europa blickten zu ihr auf.

Bardot mit ihrem Playboy-Partner Gunter Sachs im Jahr 1967
Bardot kam Ende November ins Krankenhaus
Mehrere französische Medien berichteten im November, dass die 91-Jährige ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Gründe für den Aufenthalt wurden nicht bekannt. Bardot war bereits im Oktober schon mal in der Klinik. Damals hatte sie sich nach Angaben ihrer Angehörigen einem kleinen chirurgischen Eingriff unterzogen, der erfolgreich verlaufen sei.

Brigitte Bardot im Jahr 1961 im Garten der Villa Verdiani in Spoleto (Italien)
Bis zu ihrem Tod lebte sie zurückgezogen im südfranzösischen Saint-Tropez.
Frankreichs Präsident Macron würdigt Brigitte Bardot
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die verstorbene Schauspielerin Brigitte Bardot als „eine Legende des Jahrhunderts“ gewürdigt. Brigitte Bardot verkörperte ein Leben in Freiheit, schrieb Macron auf der Plattform X. „Französische Existenz, universeller Glanz. Sie hat uns berührt“, hieß es in dem Beitrag. Er erinnerte unter anderem an ihre Filme, ihre Stimme, ihren Ruhm und ihre großzügige Leidenschaft für Tiere.
Lesen Sie auch den Kommentar von NIUS-Kolumnist Louis Hagen:
Eine Liebeserklärung an Brigitte Bardot
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