„Heated Rivalry“: Der rätselhafte Hype um eine schwule Eishockey-Serie
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Gefühlt die ganze Welt feiert diese Serie: Mit nur sechs Folgen und wenig Budget bricht die Buchverfilmung über ein heimlich schwules Liebespaar im Profi-Eishockey einen Rekord nach dem anderen. Die Geschichte handelt von Shane Hollander (gespielt von Hudson Williams), dem kanadischen Vorzeigespieler der Liga, und Ilya Rozanov (Connor Storrie), einem russischen Sportstar. Auf der Eisfläche sind die beiden Rivalen und Kontrahenten, aber abseits geht es eher heiß als frostig zu. Die Story zwischen Leidenschaft und Leistungsdruck, zwischen Heimlichkeiten in der ultramaskulinen Sportwelt und heißem Männersex haut offenbar Millionen Menschen von den Socken. Zu sehen gibt’s auf jeden Fall genug:
„Außer auf dem Eis tragen die zentralen Charaktere so wenig wie möglich, selbst Unterhaltungen oder Mahlzeiten werden gern mit freiem Oberkörper absolviert und irgendwo lockt immer ein nackter Hintern“, so schreibt die Welt.

Eine Szene auf „Heated Rivalry“
Queere Serie mit weiblichen Fans
Die Botschaft? Natürlich wieder mal hochpolitisch. Drehbuchautor und Regisseur Jacob Tierney will laut mehreren Interviews „etwas bewegen“, also: die Akzeptanz für schwule Liebe erhöhen. Aber: Noch immer hat sich kein Profispieler öffentlich als schwul geoutet. Stattdessen schmachten vor allem Frauen vor dem Bildschirm, angeblich, weil sie bei dieser Serie keinem sexuellen Leistungsdruck ausgesetzt sind – quasi ein Gegenmodell zur toxischen Männlichkeit sonstiger Serienhelden. Aber muss man als Frau wirklich schwulen Softporno gut finden?
Die Welt schreibt: „Was diese daran reizt, zwei hübschen Kerlen beim Analverkehr zuzuschauen, darüber rätselt derzeit die halbe Welt.“
Der Spiegel fragt: „Warum stehen Frauen so auf queere Liebe?“

Der Spiegel am 20.01.2026
Schon, als „SALTBURN“ vor drei Jahren den jungen Jacob Elordi zum Star machte, wurde schwule Liebe Hollywood-Konsens-fähig. Aber so viele gleichgeschlechtliche Sexszenen sind für eine Serie, die nicht mehr nur eine Nische bedient, neu. Offenbar trifft das Thema einen Nerv.
Der Hype geht weiter
Plötzlich wurden aus zwei halbwegs unbekannten Schauspielern Superstars: Die beiden Hauptdarsteller – beide Nicht-Olympioniken – dürfen zum Auftakt der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina am 6. Februar sogar die Fackel tragen. Bei der Pariser Fashion-Week wird das Team von internationalen Medien gefeiert, und das offizielle Merchandising für die Serie ist fast ausverkauft.
In Deutschland ist „Heated Rivalry“ ab 6. Februar auf dem neuen Streaming-Dienst HBO Max zu sehen. Die zweite Staffel ist bereits beauftragt.
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