Wenn der Partner nicht passt: Grasfroschweibchen werden Männchen durch Totstellen los
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Mein Name ist Grasfroschweibchen, ich stelle mich tot!
Um von unliebsamen Verehrern loszukommen, hat das Grasfroschweibchen einige Tricks auf Lager. Wie das Museum für Naturkunde und Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung am Mittwoch in Berlin berichtete, entwickelte das Tier im Laufe der Evolution verschiedene Abwehrarten.
Da wäre zum einen das Wegdrehen. Nähert sich ein männlicher Frosch, so ist das Weibchen mit einer geschickten Körpertäuschung in der Lage, den Willigen abzuwehren. Eine andere Möglichkeit ist das sogenannte „Lass-mich-Los-Grunzen“. Hierbei sondert das Weibchen einen dumpfen Schrei ab, der den potentiellen Partner verschrecken soll.

Forscher halten das Verhalten des Weibchen für „außergewöhnlich“.
Wenn jedoch alle Stricke reißen, hat das Weibchen keine andere Wahl, als sich tot zu stellen. In diesem Fall streckt das Tier Arme und Beine steif vom Körper weg und bleibt so lange unbeweglich, bis das Männchen von seinem Vorhaben absieht. Experten vermuten, das Totstellen könne gestressten Weibchen helfen, sich so vor womöglich tödlichen Paarungen zu schützen. Denn es kann vorkommen, dass bei Grasfröschen nach dem Geschlechtsakt das weibliche Tier verstirbt.
Was auffällt: Besonders kleine Weibchen nutzen alle drei Strategien, da größere Frösche eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, dem Partner zu entkommen. Die Studie ist im Journal „Royal Society Open Science“ erschienen.
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Julian M. Plutz
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