12.000 Euro: Dieses Elektroauto ist das meistverkaufte Auto Japans
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- Der Nissan Sakura ist zwar nur 3,4 Meter lang, aber mit rund 35.000 verkauften Einheiten in diesem Jahr Japans meistverkauftes Elektrofahrzeug.
- Einschließlich staatlicher Subventionen kostet das „Kei-Car“ etwa 12.000 Euro.
- Die kompakte Größe und das leichte, kastenförmige Design des Sakura machen ihn ideal für Japans enge Straßen.
Der Nissan Sakura, ein gemeinsames Projekt von Nissan und Mitsubishi, hat sich seit seiner Einführung im letzten Jahr schnell zu einem Phänomen in Japan entwickelt. Inzwischen wird das Mini-Auto öfter verkauft als jeder andere Stromer in Japan – einschließlich der starken Import-Konkurrenz von Tesla.
Mit einer Länge von nur 3,4 Metern und einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h ist der Sakura kompakt und leistungsstark genug für den japanischen Markt. In Deutschland ist der Exot nicht erhältlich.

Mit 3,4 Metern Länge ist der Sakura fast 90 Zentimeter kürzer als ein VW Golf.
Kei-Cars: Kleine Autos, große Wirkung
Kei-Cars sind eine speziell für Japan entwickelte Fahrzeugkategorie, die kleine, straßenzugelassene Personenwagen umfasst. Sie sind besonders in ländlichen Gebieten Japans beliebt, wo öffentliche Verkehrsmittel knapp sind. Ihre geringe Größe und leichte Bauweise machen Kei-Cars ideal für das Fahren auf schmalen Straßen und das einfache Parken in engen städtischen Gebieten. Diese Kleinwagen haben eine maximale Leistung von 64 PS. Etwa 40 Prozent der in Japan zugelassenen Autos entfallen auf dieses Segment, das wegen reduzierter Steuer- und Versicherungssätze so beliebt ist.

Bei einer Fahrzeugbreite von nur 1,48 Metern ist kein Platz für große Armaturen.
Während Tesla und andere EV-Giganten den westlichen Markt dominieren, zeigt der Erfolg des Sakura in Japan, dass es einen Markt für kleinere, günstigere Elektroautos gibt. Dies könnte besonders für Automobilhersteller in Japan eine Chance sein, im Bereich der Elektromobilität aufzuholen. Nissan plant bereits, bis 2030 insgesamt 19 neue Elektromodelle einzuführen und ab 2028 Festkörperbatterien zu verwenden, die doppelt so viel Energie wie aktuelle Lithium-Ionen-Batterien speichern können.
Zum Vergleich: Der VW-Konzern schätzt, dass bis 2023 etwa 70 Prozent der verkauften Autos einen E-Antrieb haben werden.

Der Akku des Nissan Sakura fasst nur 20 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Im Kleinwagen des VW-Konzerns e-Up sind es 32 KWh.
Airbags kosten extra
Der Nissan Sakura symbolisiert einen Wendepunkt in der japanischen Elektroautoindustrie. Er beweist, dass der noch junge Markt für E-Autos in dem Inselstaat existiert. Da stört es den Kunden auch nicht, dass das Fahrzeug nach 180 Kilometern schlapp macht.
Die gesparten Steuern muss der Japaner aber zunächst in die Zusatzausstattung investieren, die leider nicht Teil der Serienausstattung sind: Servolenkung, USB-Buchsen, Lautsprecher und Airbags kosten extra.
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