BDI-Präsident: „Unser gesamtes Wirtschaftsmodell ist gefährdet“
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Mit einer düsteren Bestandsaufnahme hat BDI-Präsident Peter Leibinger beim Tag der Industrie Alarm geschlagen. Er beschrieb einen dramatischen Verlust industrieller Substanz, sieht das Wirtschaftsmodell Deutschlands in Gefahr. Kanzler Merz antwortete mit dick aufgetragenem Optimismus.
„Seit 2019 haben wir rund 15 bis 20 Prozent Industrieproduktion verloren. Das entspricht der Gesamtindustrie einer mittleren Volkswirtschaft“, sagte Leibinger. Die Entwicklung bedrohe nicht nur Unternehmen und Arbeitsplätze, sondern das gesamte deutsche Erfolgsmodell. „Unser gesamtes Wirtschaftsmodell ist gefährdet und damit unsere Gesellschaft.“

Nach seiner Rede überließ BDI-Präsident Leibinger Bundeskanzler Friedrich Merz die Bühne.

Merz während seiner Rede vor den wichtigsten Vertretern der deutschen Wirtschaft.
Bundeskanzler Friedrich Merz, der als Redner zu Gast war, entgegnete Leibinger, Ziel müsse es sein, dass auch künftige Generationen „in Freiheit, Sicherheit und Wohlstand leben können“. Er habe keinen Zweifel daran, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam die Voraussetzungen dafür schaffen könnten.
Zum Ende seiner Rede appellierte Merz: „Zeigen wir vor allem den Jüngeren, dass nicht nur die besten Jahre hinter uns liegen, sondern dass sehr gute Jahre vor uns liegen.“ Wie genau diese „sehr guten Jahre“ unter den gegenwärtigen Bedingungen zustande kommen sollen, ließ der Kanzler offen.
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