Bundesbank: Staatsschulden wachsen auf 2,84 Billionen Euro
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Deutschlands Schuldenberg ist 2025 deutlich angewachsen. Nach Berechnungen der Bundesbank stieg die Gesamtverschuldung des Staates binnen eines Jahres um 144 Milliarden Euro auf 2,84 Billionen Euro. Den größten Anteil daran trug der Bund einschließlich seiner Sondervermögen: Dort nahm die Verschuldung allein um 107 Milliarden Euro zu. Im Vergleich zum Vorjahr, als der Anstieg noch bei 36 Milliarden Euro lag, entspricht das nahezu einer Verdreifachung. Auch Länder, Kommunen und Sozialversicherungen bauten neue Schulden auf.
Mit dem kräftigen Anstieg der Verbindlichkeiten legte auch die Schuldenquote wieder zu. Sie erhöhte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 63,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. In den vier Jahren davor war dieser Wert jeweils gesunken. Ohne die zusätzliche Neuverschuldung wäre die Quote im Jahr 2025 nach Angaben der Bundesbank stattdessen um 2,0 Prozentpunkte gefallen.
Damit liegt Deutschland weiterhin über der in den Maastricht-Verträgen festgelegten Obergrenze von 60 Prozent. Es ist bereits das sechste Jahr in Folge, dass diese Marke überschritten wird. Zuletzt eingehalten wurde sie 2019, also noch vor der Corona-Pandemie, als die Quote bei 58,7 Prozent lag. Danach trieben zunächst milliardenschwere Hilfsprogramme in der Pandemie und später staatliche Ausgaben infolge der Energiekrise die Verschuldung nach oben. Mit den hohen Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur dürfte sich dieser Trend fortsetzen.
Das gesamtstaatliche Maastricht-Defizit bezifferte das Statistische Bundesamt auf 119 Milliarden Euro. Dass der tatsächliche Schuldenanstieg darüber liegt, erklärt die Bundesbank damit, dass ein Teil der aufgenommenen Mittel nicht direkt ausgegeben, sondern zum Aufbau von Finanzvermögen verwendet worden sei. Solche Vorgänge schlagen sich zwar in der Verschuldung nieder, werden aber nicht dem Defizit zugerechnet.
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