Isar Aerospace hebt in den Weltraum ab: Start-up baut gigantische Raketenfabrik bei München
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In Parsdorf bei München errichtet das Start-up-Unternehmen Isar Aerospace eine deutsche Raketenfabrik, die in ihren Ausmaßen wohl einmalig ist: Auf 40.000 Quadratmetern sollen Raketen in Serienproduktion hergestellt werden. Bis zu 40 Stück pro Jahr will das Unternehmen produzieren, eine für die Branche hohe Schlagzahl, wie das Handelsblatt schreibt.
Can Araz, Entwicklungsleiter Isar Aerospace und Vice President des Unternehmens Spectrum, sagt: „Wir sind die Ersten, die in Europa eine vollintegrierte Trägerrakete bauen.“ Araz ist verantwortlich für den Umzug und Aufbau der neuen Produktion, die in den nächsten Wochen beginnen soll. Gelingt alles und kann die Münchener Firma weiter so viele Aufträge einsammeln wie bisher – dann schafft Isar Aerospace einen großen Durchbruch.

Die Startrampe des deutschen Raumfahrtunternehmens Isar Aerospace am Weltraumbahnhof Andøya Space Port.
Nummer zwei nach SpaceX
In der Fabrik im Osten Münchens würde Isar Aerospace jährlich so viele Raketen herstellen, dass diese insgesamt 48 Tonnen Fracht ins All tragen können. Die Rechnung, so das Handelsblatt, stellt Bulent Altan auf, Chairman und einer der ersten Investoren von Isar Aerospace. Nach dieser Kalkulation würde Isar Aerospace nach dem Branchenriesen SpaceX die weltweit größte Raketenproduktion besitzen.
Der erste Start von Isar Aerospace lief 2025 mit einer Flugzeit von 30 Sekunden recht erfolgreich. Der zweite Start einer Isar-Aerospace-Spectrum-Rakete steht kurz bevor. Damit ist das Start-up von den drei deutschen Herstellern bislang am weitesten gekommen. RFA aus Augsburg will im Sommer die erste Rakete testen, Hyimpulse aus Baden-Württemberg 2027. Dicht auf den Fersen von Isar Aerospace ist auch das spanische Start-up PLD Space, das in der Nähe von Alicante schon bald seine erste Rakete testen und 2027 eine Serienproduktion aufbauen will.
Wer Raketen „Made in Germany“ bauen will, muss also schnell sein. Der erste fliegt zuerst. Isar Aerospace hat die besten Chancen.
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