Prognose negativ: Mercedes Benz senkt Umsatzziele
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Mercedes-Benz hat seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Zwar legte das operative Ergebnis im zweiten Quartal wie erwartet gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum zu, doch der Autobauer rechnet im Pkw-Geschäft nicht mehr mit einem Absatz auf Vorjahresniveau.
Nach Angaben des Konzerns entwickelt sich die Sparte Mercedes-Benz Cars schwächer als erhofft. Deshalb senkte das Unternehmen seine Umsatzprognose. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 21,5 Prozent auf rund 1,55 Milliarden Euro. Laut Geschäftsbericht könnte der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um zwei bis 7,5 Prozent zurückgehen.
Die gekürzte Prognose ist die nächste Hiobsbotschaft aus der deutschen Autoindustrie. Bereits am Freitag hatte Volkswagen seine Umsatzerwartungen reduziert, am Montag folgte die Konzerntochter Audi. Sparprogramme bei Mercedes zeigen zwar Wirkung und stützen das Ergebnis, die schwächere Nachfrage im Ausland belastet das Kerngeschäft jedoch weiterhin.

Sinkender Absatz weltweit macht der deutschen Premiummarke Mercedes Benz zu schaffen. Der Konkurrenzdruck aus China wird immer größer.
Der Gewinn von Mercedes-Benz ist im zweiten Quartal dieses Jahres um 13,5 Prozent gestiegen. Von April bis Juni kletterte das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 957 Millionen Euro auf rund 1,09 Milliarden Euro, wie der Stuttgarter Autobauer mitteilte. Zuletzt hatte der Dax-Konzern vor drei Jahren, im zweiten Quartal 2023, ein Plus beim Konzernergebnis im Vorjahresvergleich erzielt.
Mercedes habe seine Effizienz und Produktivität weiter verbessert, hieß es laut Mitteilung. Kostenmaßnahmen aus einem Sparprogramm hätten das Ergebnis im zweiten Quartal gestützt. Zudem stützten die Ergebnisse der Sparten Vans und Financial Services die schwächelnde Pkw-Sparte.
Deutlicher Absatzrückgang in China
Ein deutliches Minus in China hatte im zweiten Quartal erneut für einen Absatzrückgang gesorgt. Mercedes verkaufte rund 512.000 Pkw und Vans, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entsprach. Bei den Pkw ging der Absatz in China um satte 30 Prozent zurück.
Nach den ersten sechs Monaten des Jahres ist das Konzernergebnis um 6,3 Prozent auf rund 2,52 Milliarden Euro zurückgegangen. Beim Umsatz steht nach dem ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 4,1 Prozent in den Büchern. Beim EBIT ist es ein Minus von 3,1 Prozent.
Gewinneinbrüche und Sparbemühungen
Bei Mercedes läuft es schon länger nicht mehr rund. 2025 war der Gewinn um knapp die Hälfte von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen, nachdem er bereits 2024 um 28,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen war.
Der Autobauer hatte vor mehr als einem Jahr reagiert und ein Sparprogramm aufgelegt. Ende Juni dieses Jahres verschärfte Mercedes den Sparkurs und verschob als Sofortmaßnahme eine tarifliche Sonderzahlung auf das kommende Jahr. Zugleich trat der Vorstand eine Diskussion über Arbeitskosten in Deutschland los, indem er mitteilte, dass für das gleiche Geld mehr gearbeitet werden sollte. In der Folge kam es zu Protesten von Beschäftigten.
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