Von „sehen keine Knappheit“ zu dramatischer Warnung vor baldigem Sprit-Engpass: Katherina Reiches Sprit-Flipflop
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Geht uns bald der Sprit aus? Obwohl Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vor drei Wochen noch verkündete, es gebe zwar Preisschwankungen, aber keine Knappheit, musste sie gestern bei einem Besuch zurückrudern: Ende April könnten die Vorräte aufgebraucht sein.
„Noch sehen wir keine Knappheit im Volumen, aber wenn der Konflikt nicht endet, rechnen wir damit vermutlich Ende April oder im Mai“, sagte Reiche am Dienstag bei der Energiekonferenz Ceraweek im US-amerikanischen Houston.
Das klang Anfang März noch anders. Damals sagte Reiche in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“: „Was wir beobachten werden, ist die Preisentwicklung, aber tatsächlich keine Knappheiten.“

Katharina Reiche vor drei Wochen im Bericht aus Berlin. Damals beteuerte sie noch: Es wird keine Knappheit geben.
Selbst am Freitag hatte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums noch versprochen: „Die Versorgung ist gesichert. Wir haben keinerlei Versorgungsengpässe, weder bei Öl und Gas noch bei raffinierten Produkten.“
Bis der Sprit aus ist, könnte er aber zumindest bald wieder günstiger werden – zumindest ist das der Plan der Bundesregierung. Am Morgen beschloss der Bundestag das Kraftstoffgesetz, das gegen steigende Spritpreise helfen soll. Künftig dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal am Tag erhöhen, um 12 Uhr mittags. Preissenkungen sind hingegen jederzeit möglich.
Lesen Sie außerdem: Nur noch eine Preiserhöhung pro Tag: Bundestag beschließt Sprit-Paket
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