Trump stimmt Waffenruhe mit Iran zu
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Der Druck war enorm: 90 Minuten vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Trump an Teheran verkündet der US-Präsident eine Feuerpause. Die Ölpreise geben deutlich nach.
Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, er werde nach Fortschritten in den Gesprächen einem gegenseitigen Waffenstillstand zustimmen. Voraussetzung sei, dass das Regime in Teheran die Straße von Hormus wieder freigibt. Im Gegenzug verzichtete der US-Präsident vorerst auf die angekündigten Luftangriffe. Innerhalb von 14 Tagen soll nun eine dauerhafte Lösung ausgehandelt werden.

Der pakistanische Premier Shehbaz Sharif habe US-Präsident Donald Trump gebeten, von seinen angedrohten Angriffen auf Irans Kraftwerke abzusehen, schrieb der US-Präsident auf der Plattform Truth Social. Man habe einen Zehn-Punkte-Vorschlag aus dem Iran erhalten und glaube, dass er eine „praktikable Grundlage für Verhandlungen bietet.“ Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb in einer Erklärung, der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge werde wieder ermöglicht.

Donald Trump während der Pressekonferenz zur Waffenruhe
Ölpreise fallen
Die Ölpreise gaben in Reaktion auf die Einigung deutlich nach, in Asien zogen die Börsenkurse kräftig an. Trump hatte gedroht, den iranischen Energiesektor sowie Infrastruktur wie Brücken anzugreifen, sollte es nicht bis heute um 2.00 Uhr deutscher Zeit zu einer Einigung und der Öffnung der Straße von Hormus kommen. „Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren“, hatte der US-Präsident mit Blick auf das Mullah-Regime gewarnt. Rund 90 Minuten vor Ablauf seines Ultimatums wurde dann die zweiwöchige Waffenruhe angekündigt.
Iran: Anhänger der Mullahs strömten auf die Straßen
In der iranischen Hauptstadt Teheran strömten zahlreiche Regime-Anhänger in der Nacht auf die Straßen. Am Revolutionsplatz im Stadtzentrum versammelten sich jubelnde Menschen wie der iranische Sender SNN TV berichtete. Der Reporter des Senders, der den paramilitärischen Basidsch-Milizen nahesteht, behauptete, Trump habe sich den iranischen Forderungen gebeugt.
Die Vereinten Nationen forderten die Kriegsparteien zur Einhaltung der Feuerpause auf. Dies sei nötig, „um den Weg für einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen“, teilte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres mit.

Teheran am frühen Mittwochmorgen. Das Mullah-Regime erklärte sich bereit, die Straße von Hormus vorerst zu öffnen.
Verhandlungen am Freitag in Islamabad
Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe mit sofortiger Wirkung. Premierminister Sharif lud Delegationen der USA und des Irans für Gespräche am Freitag in die Hauptstadt Islamabad ein, wo sie über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts verhandeln sollen. Das Pentagon kündigte eine Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine für heute 14.00 Uhr an.
Israel geriet unterdessen auch nach der Verkündung der Feuerpause in der Nacht weiter unter Raketenbeschuss aus dem Iran. In der Stadt Tel Sheva wurden drei Minderjährige nach Angaben des Rettungsdienstes durch iranische Streumunition leicht verletzt. Auch aus Petach Tikva und Bnei Brak gab es Berichte über Einschläge, wie die Nachrichtenseite ynet meldete. Im Westen des Irans gab es ebenfalls noch vereinzelt Berichte über Explosionen.
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