Delikt-Zahlen in Hannover: Fast die Hälfte der Messer-Tatverdächtigen sind Ausländer
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In Hannover hat die Messerkriminalität laut kürzlich veröffentlichter Kriminalstatistik zugenommen. Die Entwicklung folgt einem mehrjährigen dramatischen Trend. Im Vergleich zu 2021 ist die Anzahl der Tatverdächtigen bei Messerangriffen um 29 Prozent gestiegen, die Bevölkerung ist im selben Zeitraum jedoch vergleichsweise gering um 1 Prozent gewachsen. Der Ausländeranteil bei Tatverdächtigen bewegte sich konstant bei beinahe 50 Prozent. Weniger als ein Viertel der Bevölkerung Hannovers sind allerdings Ausländer.
Seit drei Jahren steigt die Messerkriminalität in Hannover viel stärker, als man angesichts des deutlich geringeren Bevölkerungswachstums erwarten würde. Das heißt: Sie steigt überproportional. 2021 hatte die Stadt Hannover 543.247 Einwohner, 2023 waren es 546.500: ein Anstieg nur um 1 Prozent. Während die Bevölkerungszahl also einigermaßen konstant geblieben ist, ist die Entwicklung bei den Verdächtigten bei Messerangriffen demgegenüber massiv gestiegen: um satte 29 Prozent. Sie kletterte von 452 im Jahr 2021 auf 571 im Jahr 2022. Von dort erhöhte sie sich noch einmal auf 584 im Jahr 2023. Sehen Sie:

Dramatischer Anstieg der Tatverdächtigen (rot) bei kaum Bevölkerungswachstum (gelb).
Ab 2022 wurde der Ausländeranteil nicht mehr angegeben
Brisant: Während die Kriminalstatistik für das Jahr 2021 noch den Ausländeranteil an den Messerangriffen auswies, fehlte diese Angabe für die Jahre 2022 und 2023. NIUS fragte daher bei der Polizei Hannover nach – und erhielt die Angaben für beide Jahre. Sie zeigen: Knapp die Hälfte der Messerangriffe gingen in allen drei Jahren von Ausländern aus. NIUS fragte auch, warum diese Angabe in den letzten zwei Jahresberichten fehlte. Diese Frage beantwortete die Polizei Hannover nicht.

Links sind die Angaben aus dem Jahr 2021, rechts die aus dem Jahr 2022. Die Unterscheidung Deutsch/Nichtdeutsch ist rechts entfallen.

Nun die aktuellen Zahlen für 2023. Man sieht: Auch die Anzahl der Opfer ist auf über 1.000 angestiegen. Im Jahr 2021 lag sie noch bei 729: ein Anstieg um 30 Prozent in zwei Jahren – bei nur geringfügigem Bevölkerungswachstum.
Zur Dokumentation: Hier die E-Mail auf die NIUS-Anfrage zum Ausländeranteil bei den Tatverdächtigen von Messerangriffen.

Diese Angaben hätte man auch direkt in der Kriminalstatistik veröffentlichen können.
Das bedeutet:
2021: 214 Nichtdeutsche von 452 Tatverdächtigen insgesamt = 47 Prozent
2022: 264 Nichtdeutsche von 571 Tatverdächtigen insgesamt = 46 Prozent
2023: 282 Nichtdeutsche von 584 Tatverdächtigen insgesamt = 48 Prozent
Anmerkung: „Nichtdeutsch“ meint hier: keine deutsche Staatsbürgerschaft.
Hoher Anstieg bei Gewaltkriminalität und Sexualdelikten
Nicht nur die Messerangriffe haben zugenommen. Die Anzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist im Vergleich zum Vorjahr um 27,6 Prozent gestiegen. Beim Oberbegriff Gewaltkriminalität, worunter sexuelle Nötigung, aber auch Mord und Totschlag fallen, ist ein Anstieg von 14 Prozent zu verzeichnen. Im Folgenden sehen Sie die originalen Diagramme aus der polizeilichen Kriminalstatistik.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2023 – Hannover.
Die Jugendkriminalität ist im Vergleich zum Vorjahr um 16,4 Prozent gestiegen. Auch hier beginnt der dramatische Trend im Jahr 2021.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2023 – Hannover.
Für die Region Hannover gilt: „Ohne den Zuzug ausländischer Bevölkerung gab es in den vergangenen zehn Jahren faktisch kein Wachstum der Bevölkerungszahl“, so das Portal T-Online. „Die meisten Zugezogenen stammten aus Syrien, der Türkei oder Afghanistan. Grundlage der Bevölkerungsstatistik der Region Hannover sind die Auskünfte aus den Einwohnermelderegistern der Städte und Gemeinden.“
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