Boris Palmer: Die Energiewende schadet mehr, als sie nützt
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Deutschlands Klimapolitik muss neu ausgerichtet werden, fordert der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer. Und Eon-Chef Leonhard Birnbaum hält eine Förderung für Photovoltaik-Anlagen in Teilen für überflüssig. Zwei prominente Stimmen zur Energiepolitik, die kritischer kaum sein könnten.
Zeit für eine ehrliche Bestandsaufnahme
In der Welt schreibt Boris Palmer: „Ein Land, das ökonomisch immer mehr an seine Grenzen gerät, massive Verteilungskämpfe zu befürchten hat und weltpolitisch erheblich unter Druck geraten ist, wird sich nicht mehr leisten wollen, eine umstrittene Vorbildrolle bei Klimaschutz und Energiewende einzunehmen, wenn diese nicht bezahlbar scheint. Es ist daher im Sinne des Klimaschutzes Zeit für eine ehrliche Bestandsaufnahme und eine starke Fokussierung auf Kosteneffizienz. Ein Vergleich mit anderen Ländern zeigt, dass die deutsche Energiewende nicht die kostengünstigste Form des Klimaschutzes ist.“

Eon-Chef Leonhard Birnbaum
Wann sollten wir Subventionen geben?
Ähnlich kritisch äußert sich auch Eon-Chef Leonhard Birnbaum im Handelsblatt zum Thema Subventionen. Mit Blick auf Solaranlagen auf privaten Hausdächern sagte er: „Wann, wenn nicht jetzt, sollten wir aufhören, Subventionen zu geben?“
Über das Verbrenner-Aus schreibt Boris Palmer: „Das sogenannte Verbrennerverbot ist keine kluge Regulierung. Wenn die Kunden nicht mitspielen und Europa es nicht schafft, Batteriezellfertigung in nennenswertem Umfang aufzubauen (Northvolt!), tauschen wir Weltmarktführerschaft gegen Abhängigkeit von China.“
Zwei kluge Stimmen, die in der Klimapolitik Gehör finden sollten.
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