Arla übernimmt größte deutsche Molkerei: Milram wird dänisch
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Deutschlands größte Molkerei wird ins Ausland abgegeben. Das Deutsche Milchkontor (DMK) aus Bremen fusioniert mit dem dreimal größeren dänisch-schwedischen Branchenriesen Arla Foods, meldet die Welt.
„Wir werden zu einer Tochtergesellschaft von Arla“, sagt Ingo Müller, Vorstandschef der genossenschaftlich organisierten DMK. Durch den Zusammenschluss entsteht die größte Molkerei in Europa mit einem gemeinsamen Milchpool von rund 19 Milliarden Kilogramm und einem Umsatz von mehr als 20 Milliarden Euro. Die EU-Kommission hat nach eingehender Kartellprüfung die Großfusion zum 1. Juni freigegeben. Bekannte Markennamen wie Milram, Humana und Alete bleiben erhalten.
Europas größter Milchproduzent hat seinen Sitz künftig in Viby
Hauptsitz des Unternehmens ist künftig das dänische Viby, der Sitz von Arla. Der gemeinsame Name lautet künftig Arla Foods, zudem steht deren bisheriger Vorstandschef Peder Tuborgh weiter an der Spitze. DMK entsendet eigene Vertreter in den Vorstand und Aufsichtsrat. DMK-Chef Ingo Müller: „Es geht darum, sich gemeinsam weiterzuentwickeln, was Themen wie KI, Forschung und Entwicklung und neue Produkte betrifft. Wir wollen gemeinsam das nächste Level erreichen. Es gibt ein gemeinsames Joint Venture zum Thema Molkenproteine (Muskelaufbau-Präparat, Anm. d. Red.). Das hat uns gezeigt, wie ähnlich wir ticken.“
Experten sagen, dass es kaum Überschneidungen gäbe bei den beiden Unternehmen. Arla habe starke internationale Marken wie Buko, Arla, Skyr und Kaergården. Dazu gilt der Konzern als führend in der Molken- und Proteintechnologie. DMK wiederum hat starke regionale Marken wie Milram und Oldenburger und ist bei Babynahrung aktiv mit Humana und Alete. Der deutsche Konzern ist außerdem stark im Bereich Käseherstellung, die Dänen haben da Nachholbedarf.
Fazit: Diese Fusion auf dem Milchmarkt macht Sinn – keine Entlassungen, keine Werksschließungen, solide Preise für die Milchbauern. Allerdings: Deutschlands größter Milchproduzent ist künftig dänisch, nicht umgekehrt.
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